Spielberichte 9. Meisterschaftsrunde Herren 4. Liga KF

Spiel, Satz und ein Sieg – Trimbach

Die letzte Meisterschaftsrunde der Saison 17/18. Für viele ist das in etwa so, wie das letzte Schoko-Ei im Osternest, das letzte Tram von Polo Hofer, der letzte Schnee des Jahres oder das Staffelfinale von „die Bachelorette“. Schön wars, aber auch keine Tragödie, wenn es vorbei ist. – „Schön wars“ zählt für den letzten Aufzählpunkt übrigens nicht. Die Lächerlichkeit dieser Sendung ist nicht in Worte zu fassen. Da wäre es sinnvoller, mit einem Bobby Car auf dem Sechseläutenplatz ein paar Runden um den Böögg zu drehen. – item, zurück zum Thema: Für mich hingegen immer ein Moment in dem ich denke: Schade, eigentlich könnte die Meisterschaft das ganze Jahr hindurch stattfinden.
Beim Treffpunkt am Sonntagmorgen schien bei allen wieder einmal die Sonne aus dem Poppes. Mit guter Laune sattelt es sich den Lastesel bekanntlich besser. Die getönten Sonnengläser waren stilsicher auf den Schnarchzäpfen und Gesichterkern montiert. Dann ritten wir los, in den letzten Kampf der Saison. Ziel: Kappel, für alle Klaustrophobie veranlagten, besser zu Hause bleiben.

Wir starteten wie so oft, mit einem Rückstand. Drei Zeigerumdrehungen später, glichen wir aus und der offene Schlagabtausch konnte beginnen. Bis zur Pause fielen weitere fünf Tore, nun stand es 4:3 für unsere Farben.
Nach der Lüftungspause ging es im gleichen Stil weiter. Wir starteten mit einem Treffer, Basel glich aus. 7:6 zeigte das Board an, ehe Basel zur Hälfte der zweiten Halbzeit den Ausgleich erzielen konnte. Nun zeigte sich das Spiel von einer völlig anderen Seite. Tore wollten keine mehr fallen, die Teams neutralisierten sich grösstenteils.
Zwei Minuten vor dem Ende fasste sich Müller ein Herz, fand unten rechts die winzige Lücke und traf mit einem sehenswerten Weitschuss ins Schwarze (ein klassischer Joel halt!). Gurzeler vollendete in der gleichen Minute wie meistens mit einer Brise Show (ein klassischer Löru halt!). Unsere Bank tobte nach diesen Szenen wie der Ahoy-Mob von Rotterdam, wenn Raymond van Barneveld – Darts Profi alter Schule – wieder einmal ein Leg auf seine unvergleichlich souveräne Art auf Doppel Zwanzig abschliesst. Dobler machte mit dem „empty netter“ Sekunden vor Schluss alles klar.
Erwähnenswert Eins: Sehr souveräne Leistung des Refs! Erwähnenswert Zwei: Kusi Coray gab in diesem Spiel sein Saisondebut. Der Mann mit dem Trainingsrückstand pumpte wie einst Stefan Raab bei den „Schlag den Raab Sportspielen“, setzte gute Nadelstiche und konnte seine Kampfkraft gekonnt einsetzen. 😉

Im letzten Spiel der Saison, notabene ein Direktduell um Platz Zwei, wartete Nuglar. Seit ein paar Runden hat sich das Team aus dem schwarzbübischen Ländle gefangen und rollte das Feld von hinten auf (wie das möglich war, bleibt wohl ihr Geheimnis, Chapeau).
Zum Spiel: Nuglar wirkte über das ganze Spiel spritziger und hatte mehr Zug aufs Tor. Nach den Zehn Buden aus dem ersten Spiel, schienen wir ein wenig ausgeschossen zu sein. Die Effizienz vom ersten Rendez-vous erreichten wir bei weitem nicht mehr. Nuglar hingegen netzte kaltblütig ein.
Ja, da war noch etwas: Unser Freund im gelben Hudeli. Dieses Gesicht und sein Selbstdarsteller-Gepfeife kamen mir bekannt vor. Wir hatten diese Saison schon einmal die Ehre, diesen Portionen-Plauderi und seine „Qualitäten“ zu bestaunen. Eines ist klar, die grösseren Jungs aus unserem Team, fanden in ihm keinen neuen Kumpel. Sogar unser Kultcoach wurde wegen seinem (scheinbar zu) aktiven Coaching zurechtgewiesen. Nach der allgemein guten und fairen ersten Halbzeit stand es 1:2. Über das was in und nach der Pause geschah, hüllen wir den Mantel des Schweigens. An dieser Stelle einen Gruss an den wohl besten 4. Liga Schiri, Röschu! Äxgüsee, ich bin mir beim Namen nicht mehr sicher. Schande über mich, ich nenne dich einfach Röschu. Merci Röschu! Das Spiel ging mit 4:8 verloren. Wir haben unseren Tabellenplatz trotzdem verteidigt!

Danke Jungs für die coole Saison und das Erreichen des tollen zweiten Tabellenrangs!
Danke allen Zuschauern, Mitreisenden und Unterstützern!
Nach der Saison ist vor der Saison: Die Cup-Kampagne wird wieder im Mai starten.

Ich verabschiede mich in die Kreativpause.

Hochachtungsvoll

A. Coray, Sprachvermögensberater sowie Verfechter von Pseudo-philosophischen Mist-Zitaten wie: „The world is a book and those who…blablabla“ sowie „Ich denke, also bin ich“… echt jetzt? und ein alter Klassiker „Sorge dich nicht, lebe!“…was zur Hölle? Es gibt noch sehr viele, aber alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Was für Bullshit, gephotoshopt auf blumigem Hintergrund