Spielberichte 9. Meisterschaftsrunde Herren 4. Liga KF

Herren lieferten saubere Büez zum Saisonabschluss

Anwendungshinweis: Dieser Bericht enthält Sequenzen aus den letzten zwei Meisterschaftsrunden.

Die letzten Schweisstropfen fallen auf den Hallenboden nieder.  Der Wind grüsst pfeifend das versammelte Unihockeyvolk im Gerbrunnen und umgarnt die hochgezogenen Leibchen ehemaliger Trimbacher Taktikfüchse und Wadenbeisser. Die undichte Fensterkonstruktion macht augenscheinlich die schlechteste Figur aller Protagonisten in der Halle. Heimspiel, das ist der Tag, an welchem der schüchterne Finanzberater von nebenan auf dem Feld zum Tier wird und nach einem Torerfolg zum einbeinigen Regentanz ansetzt. Das ominöse Horn erklingt und bei den Spielern setzt die Schnappatmung ein. Ja wir haben es tatsächlich geschafft, wir haben den vierjährigen Gerbrunnen-Fluch endlich besiegt! Dank einer fast lehrbuchmässigen Defensivleistung und der nötigen Schlitzohrigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse, besiegten wir Basel (5:2) und den Fluch, über welchen wir vor der Meisterschaftsrunde spitzbübisch philosophierten. Die Philosophie hat übrigens eine ähnliche Wirkung wie Alkohol. Die Reise ist nicht besonders zielführend, aber der Weg führt durch schöne Landschaften. Im ersten Spiel erkämpften wir uns ein 6:6 gegen Nunninger, welche an diesem Tag das Verlangen hatten, besonders kreativ zu sein. Nur so ist zu erklären, wieso sie bei gefühlt jeder dritten Aktion irgendwelche Kasperletheater oder sonstige Einlagen mit ihren Stöcken produzierten. (Anm. der Red.: Unser Alain ist mit seinen Vorführungen immerhin ab und zu erfolgreich.)

Wenn du am Samstag nichts trinkst, hast du am Sonntagmorgen Jesus nichts zu beichten. Zum Glück befolgte keiner der Teamkollegen dieses Zitat meines Bündner Vermieters aus Trin Dorf. Alle waren fit und munter in Nunningen angekommen (zumindest oberflächlich gesehen, unter ihnen Zwei, welche in der Nacht aus Turin zurückkamen). Beichten mussten wir im Anschluss an das erste Spiel trotzdem. Gegen Mümliswil setzte es eine knappe 4:5 Niederlage ab. Ein erstes Highlight des Tages wurde aber schon vor dem ersten Bully bekannt. Coach, Haudegen, Taktikminister, “das Organ“…es gibt viele Worte und Bezeichnungen welche auf ihn zutreffen. Andy Schenker gab an der letzten Runde sein Comeback auf dem „Bitz“ und führte an diesem Tag eine besonders feine Klinge. Mit vier Scorerpunkten (2 Tore) aus Zwei Spielen zeigte er eindrücklich, dass er den praktischen Teil unseres Sportes – im Ernstfall angewendet – nicht verlernt hat. In der zweiten Partie des Tages gegen Nuglar St. Schwarzbubenland zeigten wir uns mit einem 9:6 Sieg von unserer starken Seite und verabschiedeten uns von unseren treuen Fans (merci boggu, danke, danggscheen, danka, grazia fetg, fänks ä lot!) in die kurze Frühjahrsputzpause.
Den Tag liessen wir in einer Gaststube in Trimbach mit Fleisch, Fachsimpelei, nicht jugendfreien Phrasen, unzüchtigem Gelächter und Diskussionen über kochtechnische Höhenflüge wie beispielsweise Löru’s Sugo ausklingen. Das Team trifft sich bald zum offiziellen Saisonabschluss, bei welchem mit selbstgemachtem Speis und viel eingekauftem Trank das Geschehene Revue passieren gelassen wird.

Nach der Meisterschaft ist quasi vor dem Cup. Schon bald geht es im Gerbrunnen wieder ums Eingemachte (nein nicht Omas Himbeer-Konfitüre). Hierbei messen wir uns in der ersten Cup-Runde gegen Baden-Birmenstorf, welche eine Liga höher spielen.  Manne ad Arbet!

Hochachtungsvoll
Der, der unters Fässli mues