Spielberichte 4. Meisterschaftsrunde Herren 4. Liga KF

Erfolgreiche Runde in Frenkendorf

In turbulenten Zeiten, in welchen adelige noch Adiletten tragen und Arno „von Kurz“ del Curto, welcher eigentlich ein ganz Langer ist, seinen sporthistorischen Rücktritt bekannt gab, bleibt eine Konstante: die alarmierende Entwicklung der Gesellschaft und deren Kommunikation. Es sind Zeiten, in welchen der Schein den höheren Stellenwert hat als das Sein, der Mensch nur dann glücklich ist, wenn er heute mehr hat als Gestern, Morgen mehr als Heute und Übermorgen mehr als Morgen. Oder anders gesagt, wir kaufen Dinge die wir nicht brauchen, von Geld das wir nicht haben, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht leiden können. In Zeiten, in welcher Dick und Doof nur noch eine Person ist, die Schulden des Einen, das Vermögen des Andern sind, der Mensch lieber seinen Handy-Akku anstatt seines Geistes lädt. Ja meine lieben Freunde der nonverbalen Kommunikation und des Touch-Screen-Wahnsinns, in diesen Zeiten holte das Herren-Team drei verdiente Punkte aus dem Baselbiet.

Gegen Mümliswil starteten wir suboptimal. Früh mussten wir einen 0:1 Rückstand hinnehmen. Von diesem Zeitpunkt an waren wir hellwach und konnten die Kontrolle des Spiels an uns reissen. Bis zur Pause gelangen uns drei Tore zur verdienten 3:1 Führung (2x Ändu, Yves). Nach der Pause markierte Mümliswil diverse Abschlüsse, welche Pädi im Tor oder unsere Jungs auf dem Feld mit guten Blocks neutralisierten. Auf der Gegenseite gelang uns das 4:1 (Kusi). Nach diesem Tor gab es diverse wilde  Szenen, welche den Blutdruck der jeweiligen Protagonisten in die Höhe schnellen liess. Die Stockfreunde aus dem Guldental kassierten nach einer unübersichtlichen Aktion eine 5‘-Strafe. Kusi fasste aus dieser Aktion eine 2‘- Strafe und wanderte in die Kühlbox. Ein Bild aus früheren Zeiten entstand, als Ändu mit einer weiteren 2‘ sich zu Kusi gesellte und die Coray’s wiedermal zusammen die Wolldecke fassten. Aus diesen Strafen resultierten keine Resultatveränderungen. Diese gab es kurz vor dem Ende, als Adi und Ändu zum verdienten Schlussstand von 6:1 einchippten.

In der ersten Halbzeit des zweiten Spiels rannten wir oft den schnellen und flinken St. Pantaleoner Schwarzbuben hinterher, konnten aber mit einer ungewöhnlich starken Effizienz überzeugen. Zur Pause führten wir mit 3:1 (Löru, Kusi, Yves). In der zweiten Hälfte überschlugen sich die Ereignisse. Viele Tore und körperbetonter Unihockeysport wurde geboten. Nuglar konnte jeweils auf ein Tor aufschliessen, ehe wir postwendend mit einem Tor antworten konnten und die 2-Tore Führung wieder herstellten. Dieser Schlagabtausch ging bis zum 8:6 weiter. Zu diesem Zeitpunkt kassierten wir eine 2‘ Strafe, welche Nuglar mit 4gg2 zum 8:7 ausnutzte. Kurz vor dem Ende unternahmen wir alles, um den Ausgleich zu verhindern. Leider mussten wir den achten Gegentreffer doch noch hinnehmen, dies bei 4gg3. Alain setzte seinen Trick-Shot eine Sekunde vor dem Ende knapp übers Gehäuse. Wäre diese Aktion von Erfolg gekrönt gewesen, hätte sie sogar Mutti Merkel ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert. Mit einem spektakulären 8:8 wurden die Punkte geteilt. (Tore: Simi Rattaggi, Adi, 2x Kusi, Ändu)

Wir haben nicht die ganze Tafel Schokolade gekriegt, aber wenigstens ein paar Riegel.

Sin seveser, danke Volker!

Andreas „Pispers“ Coray: Ist auch nicht besser als die Anderen, driftet gerne mal ab und pisst gegen den Wind.