Spielbericht 4. Meisterschaftsrunde Herren 4. Liga KF

2 Punkte und eine Kiste Bier in Liestal erkämpft

Advent, Advent, die erste Kerze brennt! Es ist wieder Zeit für Punsch und Plätzchen. Hoffentlich haben alle brav ihr Samichlause-Versli geübt und vorgetragen. Ansonsten hätte der Samichlaus mit seiner Rute herumhantieren müssen. In der malerischen Altstadt, des schön in die Juragebirgszüge eingebetteten Olten, fand der Weihnachtsmarkt statt. Diese Festivität der Sinne, sanften Töne und festlichen Schnausereien wollte ich mir ansehen.
Ich schlenderte durch die vielfältigen Stände und genehmigte mir als erstes einen Glühwein. Die nette Dame am Verkaufsstand übergab mir die Tasse begleitet mit einem schelmischen Lächeln. Nach dem ersten Schluck realisierte ich – wieso. Dieser Kelch flüssiges Gold hatte ordentlich „pfupf“, sodass er heftig einfuhr. Sie erinnerte mich an das erste Spiel der 4. Runde zurück…
Gegen Basel United erlebte Trimbach einen ähnlich einfahrenden Moment. Nach zwei gespielten Minuten, zwei unnötigen Fehlern in der Defensive und einem Freistossgegentor, lagen wir schon mit 0:3 im Rückstand! Bandengeneral Andi Schenker nahm wutentbrannt sein Time-Out und stauchte uns zur frühen Morgenstunde so zusammen, dass die Schlafmützen von den Köpfen flogen. Die Auszeit verfehlte seine Wirkung nicht. Nun konnten wir das Spieldiktat in die Hand nehmen und uns gute Chancen herausspielen. Coray (Pass Hurni) erzielte mit einem Schlenzer das Tor zum 1:3 Pausenstand. Nach dem Tee spielten wir eine flotte Partie und Veteran Rattaggi konnte mit einem schönen Handgelenkknaller in den Winkel auf 2:3 verkürzen. Eine Unachtsamkeit in der Defensive bescherte uns den 2:4 Rückstand. Auf dieses erneute 2-Tore Defizit hatte Trimbach die passende Antwort parat. Coray reüssierte auf Pass von Hurni mit einem butterweichen „Clemens“. Basel hingegen antwortete trocken mit dem 3:5. Der offene Schlagabtausch ging munter weiter. Coray (Pass Dobler) vollendete den „Grabtrick“ 😉 in bester Eishockeymanier mit einem Kracher von der Mittellinie. In der Schlussphase rannten wir vergebens an. Uns wollte trotz zwei Powerplaysituationen und diversen Abschlussmöglichkeiten kein Tor mehr gelingen.

…der Glühwein mundete und ich hatte schon bald einen „leicht auf der Gitarre“. So gondelte ich weiter und kam an einem Stand mit verschiedenen Handarbeiten vorbei. Sehr schöne Werke, welche der rüstige Herr hier ausstellte, aber grotesk, welch hohe Preise! Wir schnackten noch kurz über Gott und die Welt, ehe ich weiterzog. Beim Holzfigurenstand trällerte Mariah Carey‘s „all i want for Christmas is you“ aus einer sich überschlagenden mittelalterlichen-Musikbox. Der Welthit der sympathischen Lady mit üppigem Vorbau versprühte weihnachtliche Stimmung. Ich lustwandelte weiter und kam am Essensstand an. Es dünkte mir nach einer saftigen Fettpeitsche vom Rost. Man reichte mir den Gaumenschmaus und ich vertilgte das Fleischgericht genüsslich. Ich verspürte nun ein wohliges Gefühl, welches ich auch im 2. Match inne hatte. In diesem Spiel trafen wir auf Nuglar…

Diesmal konnten wir einen Blitzstart hinlegen. Coray (Pass Dobler) mit einem Halbvolley und Hurni mit einem Chip in die weite Ecke schraubten den Spielstand nach vier Minuten auf 2:0. „Unihockey-Edelschokolade-zart“ Denis Stampfli beantwortete Nuglars Anschlusstreffer nur Sekunden später via präzisem Drehschuss zum 3:1 (Pass Bandenhobel Joel Müller). Der dritte Block konnte noch zwei weitere Treffer durch Hurni (Pass Dobler) und Dobler (Pass Coray) – beide energische Rebounds im Slot, wie einst Ryan Gardner zu besten Zeiten – erzielen. Der Gegner versuchte vergebens Adi Dobler aus dem Slot wegzuarbeiten. Am Fels aus Olten prallten die Pantaleoner abermals ab. Pausenstand 5:2. Die ersten zehn Minuten des zweiten Abschnittes verstrichen mehr oder weniger ereignislos. Danach fasste sich Veteran Rattaggi ein Herz und erzielte die sechste Bude via Weitschuss (Pass Nico Stampfli). In den letzten acht Minuten hatte der dritte Block nochmals eine Sternstunde. Dobler (Pass Coray) schuf sich mit seinem Gesäss den nötigen Platz im Slot und wuchtete das Objekt der Begierde erneut in die Maschen. Hurni mit einem gezielten Abschluss, Coray (Pass Hurni) und nochmals Coray (ins verlassene Gehäuse, Pass Dobler) komplettierten das Stängeli, den zweiten „Grabtrick“ und die Kiste Bier 😉

Mit diesen zwei Punkten eroberten wir Platz drei. Weiterhin ist alles offen, denn zum Leader wie auch zum ersten Abstiegsplatz sind nur drei Punkte Unterschied.
…Ich machte mich auf den Heimweg, bestieg meine asiatische Kutsche und galoppierte über den Promillepass nach Hause. Auf dem Weg sagten sich Fuchs und Hase gute Nacht und ich liess mich Zuhause auf das Sofa fallen. Auch an diesem Spieltag wäre wieder mehr möglich gewesen!

Fondueabend 08.12.17

Sieben aktuelle und zwei ehemalige UHC’ler (welche immer noch eng im Kreise verankert sind) fanden sich in der Hutzlenhütte in Lostorf ein, um gemeinsam ein währschaftliches und geschmacksintensives Fondue (vom Rintelhof Trimbach, Merci Hess!) zu geniessen. Nicht fehlen durfte der Glühwein auf offenem Feuer sowie ein paar Köstlichkeiten wie Weisswein oder ein, zwei Luz! Ganz nach dem Motto: „Ich vermisse die Tage wo Alkoholismus noch Teil des Entertainments war!“
Es war ein lustiger und toller Abend! Danke den Organisatoren!

Hochachtungsvoll

Andwig van Beethoven, Herrscher über die Klaviatur der Spielberichtverfassung