Spielberichte 1. Meisterschaftsrunde Damen NLB und 1/16-Final Schweizer Cup

Spannung bis zur letzten Minute

Hot Chilis Rümlang – Regensdorf – UHC Trimbach

Die Spiele der letzten Saison gegen die Hot Chilis wurden mit 4:8, 0:8 und 2:11 alle deutlich verloren, doch in beiden Kadern hat sich seither einiges verändert. Mit neuen Spielerinnen als Unterstützung und mit neuem Mut reisten die Trimbacherinnen am vergangenen Samstag nach Rümlang um dort das erste Meisterschaftsspiel der Saison zu bestreiten.

Trimbach konnte wegen der grossen Anzahl an verletzten Spielerinnen, die das Team auf der Spielerbank oder auf der Tribüne unterstützen, nur mit zwei Blöcken spielen. Dem Spiel war davon aber nicht viel anzumerken. Die Hot Chilis hatten zu Beginn des Spiels eindeutig mehr Spielanteil, doch die Solothurnerinnen liessen sich davon nicht einschüchtern. Erst mit der ersten 2-Minuten-Strafe gegen Trimbach, gelang es den Zürcherinnen den Ball ins Tor zu befördern. Unmittelbar im Anschluss gab es erneut eine Strafe gegen die Solothurnerinnen, doch dieses Mal wurde alles daran gesetzt den Ball nicht hinter die Torlinie kommen zu lassen. Die Trimbacherinnen fanden immer besser ins Spiel und die Hot Chilis konnten ihre Chancen nicht verwerten.

Im Mitteldrittel schöpften die Solothurnerinnen immer mehr Mut und konnten vermehrt Druck aufs gegnerische Tor ausüben. In der 32. Minute war es soweit: Wiedmer konnte auf Pass von Grütter zum 1:1 ausgleichen. Die Freude hielt jedoch nicht lange, denn bereits drei Minuten später gingen die Zürcherinnen erneut in Führung.

Bereits kurz nach Beginn des letzten Drittels bauten die Hot Chilis ihre Führung auf 3:1 aus. Die Trimbacherinnen liessen die Köpfe nicht hängen und kämpften trotz des dezimierten Kaders weiter. Cheftrainer Fischer änderte die Linien und mit Studer als Unterstützung aus der U21 kam neuer Wind ins Team. Der Kampfgeist wurde belohnt und in der 49. Minute gelang Wollschlegel auf Pass von Wyss der Anschlusstreffer. Bereits eine Minute später erzielte Wyss auf Pass von Studer den Ausgleich zum 3:3. Nun wurde es richtig spannend und beide Teams kämpfen bis zum Schluss. Drei Minuten vor Ende des Spiels konnten die Zürcherinnen die Führung erneut auf ihre Seite holen, doch Trimbach hatte bereits auf Punkte gehofft und wollte diese Hoffnung nicht mehr aufgeben. Kurz vor dem Schlusspfiff gelang es ihnen den Ausgleich zum 4:4 zu schiessen. Die Partie ging in die Verlängerung.

Die Solothurnerinnen spürten nun aber doch die Anstrengung in den Beinen und waren öfters einen Schritt zu spät. Somit gelang es den Hot Chilis bereits in der 3. Minute der Verlängerung das entscheidende Tor zum Schlussstand von 5:4 zu erzielen. Die Enttäuschung bei den Trimbacherinnen war gross, doch konnten sie auch stolz auf die erbrachte Leistung sein und hatten nach dieser ersten Meisterschaftsrunde bereits gleichviele Punkte auf ihrem Konto, wie während der gesamten letzten Saison.

Hot Chilis Rümlang – Regensdorf – UHC Trimbach 5:4 (1:0, 1:1, 2:3, 1:0 n.V.)

Sporthalle Heuel Rümlang. SR Nicolas Emch | Marco Staldegger

Tore: Hot Chilis, 1:0; 32. Wiedmer (Grütter), 1:1; 35. Hot Chilis, 2:1; 43. Hot Chilis, 3:1; 49. Wollschlegel (Wyss), 3:2; 50. Wyss (Studer) 3:3; 58. Hot Chilis, 4:3; 60. Thallinger (Wollschlegel), 4:4; 63. Hot Chilis, 5:4.

Strafen: 2 x 2 Minuten gegen UHC Trimbach.

UHC Trimbach: Andres; Herzog; Grütter, Hämmerli, Hofer, Lang, Schenk, Schlub, Studer, Thallinger, Wiedmer, Wollschlegel (C), Wyss; ohne: Bortis, Gurtner, Krähenbühl, Rütimann, Stalder, Wagner; Wild, Zedi (abwesend/verletzt).

Best Player: Wollschlegel (Trimbach); Schibli (Hot Chilis)

 

UH Lejon Zäziwil – UHC Trimbach

Das Meisterschaftsspiel vom Vortag war noch in den Beinen zu spüren. Dies zeigte sich deutlich im ersten Drittel des Cupspiels gegen Lejon. Der Start war aus Sicht der Solothurnerinnen schwach und so liessen sie den Gegnerinnen zu viel Platz. Sie waren oft einen Schritt zu spät, das Zusammenspiel harzte und die Zweikämpfe gingen verloren. So war es absehbar, dass die Lejons bereits in der 8. Minuten in Führung gehen konnten und nur mit viel Glück wurde ein weiteres Tor in diesem Drittel verhindert.

Auch im zweiten Drittel konnten die Solothurnerinnen ihre Leistung kaum steigern und so standen sie permanent unter Druck. Die Auslösung wollte weiterhin nicht klappen. Lejon wusste die Chancen nicht zu nutzen und das Glück hatte die Trimbacherinnen noch nicht ganz verlassen, denn der Ball streifte erstaunlich oft das Gehäuse. Bis zum Drittelsende Konten die Lejons ihre Führung dennoch weiter ausbauen. Das Resultat zur Drittelspause war 3:0.

An diesem Wochenende hatte Trimbach schon einmal Kampfgeist bewiesen und das taten sie erneut. Anstatt die Köpfe hängen zu lassen, gaben sie noch einmal Vollgas. Endlich kamen auch die Solothurnerinnen ins Spiel und bereits nach drei Minuten erzielte Wollschlegel (Krähenbühl) das erste Tor für Trimbach. Zwei Minuten später verkürzte Krähenbühl auf Pass von Thallinger auf 3:2. Die Hoffnung kehrte zurück und bis zur letzten Sekunde wurde gekämpft – auf beiden Seiten. 30 Sekunden vor Schluss gelang Wollschlegel (Zedi) der Ausgleichstreffer zum 3:3. Doch es sollte wohl einfach nicht sein, denn nur eine Sekunde vor dem Schlusspfiff gelang den Lejons der erneute Führungstreffer.

Wie bereits am Vortag war die Enttäuschung enorm. Doch können die Trimbacherinnen einiges daraus für die weitere Saison mitnehmen. Einen solchen Kampfgeist hat man bei ihnen in der letzten Saison kaum gesehen. Diesen müssen sie für die kommenden Spiele bewahren.

UH Lejon Zäziwil – UHC Trimbach 4:3 (1:0, 2:0, 1:3)

Sporthalle Konolfingen. SR Pascal Wantz | Daniel Bitterli

Tore: 8. UH Lejon Zäziwil, 1:0; 32. UH Lejon Zäziwil, 2:0; 37. UH Lejon Zäziwil, 3:0; 44. Wollschlegel (Krähenbühl), 3:1; 46. Krähenbühl (Thallinger), 3:2; 60. Wollschlegel (Zedi), 3:3; 60. UH Lejon Zäziwil, 4:3.

Strafen: 1 x 2 Minuten gegen UH Lejon Zäziwil.

UHC Trimbach: Andres; Herzog; Grütter, Hämmerli, Hofer, Krähenbühl, Lang, Schenk, Schlub, Studer, Thallinger, Wiedmer, Wollschlegel (C), Wyss, Zedi; ohne: Bortis, Gurtner, Rütimann, Stalder, Wagner; Wild (abwesend/verletzt).

Best Player: Krähenbühl (Trimbach); Buri (Lejon)