Spielbericht 7. Meisterschaftsspiel Damen 1. Liga

Einmal mehr hiess es doppelte Überzahl. Der Kader des «Damen 1 und Co» reiste mit zwei Blöcken und Lang als Ersatz-Ersatz-Torhüterin zwischen den Pfosten nach Reinach. Noch war Keine auf der langen Verletztenliste wieder fit, im Gegenteil weitere Spielerinnen sind dazu gekommen. Das altbekannte Gastgeber-Team dagegen trumpfte mit einem vollen Matchblatt auf. Davon wollte sich der UHCT nicht einschüchtern lassen, hatte das Team in der Vorwoche bei ähnlicher Ausgangslage doch einen Sieg eingefahren. Und spätestens seit ihnen Trainer Mumenthaler noch einmal ins Gewissen geredet hatte, wollte man als ein siegeswilliges Team auftreten.

Ihrem Namen alle Ehre machend, kamen die Gegnerinnen wie eine Lok auf das Trimbacher Tor gestürmt. Die Zuversicht wurde so gleich zu Beginn hart auf die Probe gestellt. Nach nicht mal drei Minuten verzeichneten sie ihr erstes Tor.

Die Antwort liess jedoch nicht mal zwei Minuten sich warten. Wie bereits in der Vorwoche, glich Rüttimann aus und zeigte damit, dass die Platzhirschinnen auch auf fremdem Terrain wie der Pfrundmatt, den Weg zum gegnerischen Tor kannten. Das Spiel versprach torreich zu werden, als wiederum drei Minuten später erneut auf der Trimbacher Seite das Tor geräumt werden musste. Individuelle Fehler, bei den heute in weiss spielenden Solothurnerinnen, gaben den Aargauerinnen Chance um Chance. So war auch das 3:1 der guten Chancenauswertung der Gegnerinnen geschuldet.

Die Stimmung in der Garderobe war trotz allem gut. Man glaubte an den Sieg und hoffte für einmal das schlechteste Drittel am Anfang gespielt zu haben. Dieser Hoffnung wollte das Heimteam jedoch den Garaus machen. Nur 2:33 nach Wiederanpfiff sahen sich die Gäste mit einer scheinbar unmöglichen Aufgabe eines 5:1 Rückstands konfrontiert. Wiederum war es Rüttimann, die schnell Rückgrat zeigte und gemeinsam mit Arnold oder Bitterli (man war sich nicht ganz sicher), zur Aufholjagd bliess. Trotz freundschaftlichem Verhältnis neben dem Feld, wollte man sich auf dem Feld nichts schenken, wenngleich die eine oder andere Situation vor dem eigenen Tor, diesen Anschein machte.  Trotz immer wieder schönem Zusammenspiel und mehrheitlich sauberem Aufbauspiel mit gefährlichen Chancen, hielten die Reinacherinnen ihren Kasten sauber und bauten die Führung gar auf 7:2 aus.  Die kurz aufeinander folgenden Treffer sechs und sieben hatten das Team um Captain Wullschlegel scheinbar endlich wachgerüttelt. Bis zur Pause blieb die Torlinie unüberquert und auch bis weit ins letzte Drittel, blieben die Trimbacherinnen standhaft.

Wie bei einem schlechten Echo, trafen die Gastgeberinnen nun wiederum jeweils im Doppelback bei 50:38 und 51:21 sowie 56:11 und 56:27. Die Überzahl in der 55. Minute blieb ungenutzt. Erst in der 59. Minute zwang Wyss die blauen Widersacherinnen in die Knie bzw. die gegnerische Torhüterin zu einem Griff hinter die eigene Torlinie.

Muss man bei einem 11:3 Schlussresultat sich selbst und vor allem dem Gegner eingestehen, wer das stärkere Team war, lastet das Gewicht der eigenen Fehler oder verpassten Möglichkeiten doppelt so schwer auf den Schultern.  Positiv festzuhalten ist wohl einzig, dass es den Trimbacherinnen trotz allem in jedem Drittel gelang, ein Tor zu schiessen.

UHC Trimbach: Lang (T), Arnold, Bitterli, Cordi, Di Nicola, Frech, Eisenhut, Rüttimann, Wollschlegel, Wyss, Loosli