Spielbericht 13. Meisterschaftsspiel Damen 1. Liga

Beim Hinspiel konnten die Trimbacherinnen die drei Punkte zu Hause behalten. Mit dem grössten Aufgebot der Saison und damit drei vollständigen Blöcken, nahmen die Trimbacherinnen den langen Weg nach Domat Ems auf sich. Drei Blöcke sollen drei Punkte bringen, eine Rechnung die auf dem Papier auf geht, die aber leider ohne den Gegner gemacht wurde.

Der Start ins erste Drittel gelang. Bereits kurz nach Anpfiff, konnte nach einer schnell geführten Auslösung Corti beinahe alleine aufs gegnerische Tor ziehen. Mit einem Pass der eher für den Teamgeist als fürs Tor gedacht war, vereitelten die Trimbacherinnen selbst den ersten Torerfolg. Ein zweites Mal sollte man diesen Fehler nicht machen, so sprang der Ball bei der nächsten Chance bei 2:04 über die gegnerische Torlinie. Torschützin und Kapitän Wollschlegel hatte damit ihren Bann gebrochen. Notiert wurde auf dem Match-Rapport als Assist die Torhüterin Walther, zwar ein verdienter Punkt, der dann aber nach dem Spiel noch zu Gunsten von Cordi’s korrigiert wurde. Zwar folgten im Anschluss einige gute Abschlüsse auf und neben das gegnerische Tor, jedoch ohne Erfolg. Die Piranhas starteten ihren Steigerungslauf langsam. Erst kurz vor Drittelsende gingen ihre Schüsse Richtung Tor. Dies mit nötigen Willen, um den Ball über die Linie zu zwingen, dafür dann aber gleich zweimal innert einer Minute.

So starteten die ganz in Blau spielenden Trimbacherinnen mit einem 2:1 Rückstand nach der Pause. Dies sollte nur einem zwischenzeitlichen Tief geschuldet sein,-so hoffte man. Die Devise war, aktiver bewegen, mehr den Körper einsetzen und den Ball schneller laufen lassen. Leider wurde der Körpereinsatz weder von Punkten noch vom Schiedsrichter belohnt, so mussten Blum eine zweiminütige Pause auf der Strafbank hinnehmen, die zum Glück ohne weitere Folgen blieb. Die Stimmung drohte anschliessend zu kippen. Denn bereits im Hinspiel wurde nicht unbedingt zurückhaltend gespielt, so dass es damals zu zwei ernsthaften Verletzungen inklusive Spitalaufenthalt kam. Soweit wollte es keines der Teams nochmals kommen lassen. Lieber entschied man das Spiel durch ein sauberes und schnelles Passspiel, wie dies vor allem dem ersten Block gelang. So entstand kurz nach Ablauf der Strafe das 2:2. Die Churerinnen liessen aber nicht viel Hoffnung zu und überquerten Walthers Torlinie gleich zweimal in Folge. Das Spiel schien den Trimbacherinnen zu entgleiten, als Mumenthaler in der 35 Minute ein Timeout nahm, um seine Frauen wieder auf Kurs zu bringen.

Frisch gestärkt und motiviert kamen die Mittelländerinnen aus der Garderobe zurück. Die Kräfte sollten gebündelt werden, weshalb trotz starker Leistung in den ersten beiden Dritteln, der zusammengewürfelte dritte Block erst mal pausierte. Doch es half alles nichts. Ob es an der langen Anreise, den ähnlichen Trikots (violett- weiss) der Gegnerinnen oder am Vollmond lag, man weiss es nicht. Offensichtlich war jedoch, dass die Trimbacherinnen nicht in ihr Spiel zurückfanden und so den bissigen Piranhas Möglichkeit um Möglichkeit gab. Diese nutzten ihre Chancen und sie schossen in regelmässigem 4-Minuten-Takt munter ihre Tore bis zum 7:2. Bis zum Schluss wollte man an eine ähnliche Leistung wie die Schweiz gegen Tschechien glauben. Glauben alleine half jedoch nichts. Klar war der Kampfgeist da, dieser wurde jedoch von Fortuna nicht belohnt. Somit ging nicht nur das Spiel, sondern auch die Aussicht auf Platz 6 verloren, in einem Spiel, das hätte gewonnen werden müssen.

Ein Dank an dieser Stelle an alle unterstützenden Kräfte vom Damen 2 und der U21, sowie an Wyss-Reisen und speziell an unsere Chauffeurin, die uns sicher hin und wieder zurück gebracht hat.

Am Schluss noch eine Einladung an sie liebes Publikum zum letzten Spiel und damit LOK-alen Derby: Trimbach vs. Reinach, Samstag 15.02.2020, 17:00 Uhr, Gerbrunnenhalle Trimbach

Trimbach:
Arnold, Bitterli, Blum, Cordi, Di Nicola, Eisenhut, Lang, Loosli, Rudin, Rütimann, Stamm, Walther, Wermelinger, Wollschlegel, Wullschleger, Wyss