Spielbericht 10. Meisterschaftsrunde Damen 1. Liga

Drama im dritten Drittel

Kurz vor der Weihnachtspause durften die Damen des UHC Trimbach auf heimischem Terrain gegen die aus Nesslau angereisten (oder geschwommenen?) Haifische antreten. Die Hinrunde zeigte ein unschönes 7:2 zu Ungunsten der Solothurnerinnen auf der Anzeigetafel. Natürlich wollte man sich in der aktuell laufenden Rückrunde den Sharks nicht wie billiges Fischfutter zum Frass vorwerfen lassen. Zwar befanden sich die Sharks auf dem 2. Tabellenplatz, man war sich jedoch bewusst, dass mit einer guten Leistung Punkte absolut möglich sind. Mit solider Defensivarbeit und schnellen Gegenangriffen schaffte man einen optimalen Start ins Spiel. Die Gegnerinnen liessen die Damen des UHC Trimbach gewähren und schafften nur wenige ernst gemeinte Angriffe vor das eigene Tor. Leider fehlten bei den eigenen Angriffen die Genauigkeit und Effizienz. Die Schwächen der Gegnerinnen konnte man offensiv nicht ausnützen. So ging es mit einem 0:0 in die Kabine.

Nach einer kurzen, feurigen Motivationsrede des Trainers startete das zweite Drittel wie das erste geendet hatte. Die Gegnerinnen liessen Trimbach freie Hand beim Spielaufbau. Mit etwas mehr Struktur zeigte Trimbach erneut eine solide Leistung. Einziger Haken: wer Haifische jagen möchte, sollte die Fische nicht nur am Wurm knabbern lassen, sondern die Angel mit samt dem Fisch aus dem Wasser ziehen. Heisst in diesem konkreten Fall: Tore schiessen. Angriff um Angriff führte jedoch nicht zum nötigen Torerfolg. Kurz vor dem Pausentee hatte Nesslau mehr Glück und versenkte den Ball ins rechte obere Eck und ging in Führung

Das dritte Drittel startete der UHCT mit der Gewissheit, dass man nun noch mehr Druck aufbauen musste. Zu Beginn des Drittels klappte dieses Vorhaben ziemlich gut. Allerdings wurde Trimbach immer nervöser, je länger das Spiel lief. Der Ausgleichstreffer wollte und wollte nicht fallen. Trimbach riskierte nun mehr. So gab es erste Risse im Fangnetz. Die Sharks entwischten der Trimbacher Defensive und kombinierten sich fröhlich vor das Tor, wo sie die verteilten Geschenke unverzüglich in Tore ummünzten. Innerhalb von fünf Minuten sah sich Trimbach mit einem 0:5 Rückstand konfrontiert. Trimbach wollte zumindest noch Resultatkosmetik betreiben. Ein solches Resultat widerspiegelt in keiner Weise den Spielverlauf bis zum dritten Drittel. Aber das Drama hatte bereits seinen Lauf genommen. Trimbach vermochte nicht mehr zu reagieren und so endete die Jagd nach Punkten und nach Fischen ohne Beute.

UHC Trimbach: Arnold, Bitterli, Blum, Cordi, Di Nicola, Eisenhut, Frech, Lang, Rudin, Rütimann, Strahm, Walther, Wollschlegel, Wullschleger

UHC Trimbach ohne: Grilz, Wyss