Spielberichte 3. Meisterschaftsrunde Damen 3. Liga KF

Am Sonntag ging es früh morgens auf zur Runde 3 in der aktuellen Saison. An unserer Heimrunde in Trimbach sollte es tierisch zu und hergehen. Auf Trimbach warteten Pinguine und weisse Pferde – wir waren gespannt.

UHC Trimbach – UHC Pinguin Schötz
Mit 9 Spielerinnen und 2 Goalies in der Startaufstellung erfolgt der Anpfiff zum ersten Spiel des UHC Trimbach, Damen 2 um neun Uhr. Getreu dem Motto «aller Anfang ist schwer» startet der Match eher gemächlich. Ein erstes Erwachen spüren die Pinguine Schötz aber, als nach Minute fünf, das Tempo erhöht und Präzision seitens Trimbach gesteigert wird. Nicht überraschend, dass in Minute 10:40 der erste Treffer fällt – ein Backhandtor von Fublä. Nun, das lässt auch das Publikum endgültig erwachen (wobei ich hier nicht sicher bin, ob es wiederum an der sehr treffenden Auswahl eines Musikstückes mit dem Titel «Pink Fluffy Unicorn» liegt, welches aus den Rängen ertönt). Es geht Schlag auf Schlag weiter und Mire verwertet einen Abpraller: Es steht 2:0. Wer jetzt denkt, dass sich Schötz verunsichern lässt, liegt falsch. Die jungen Spielerinnen zeigen hohen Kampfwillen und halten dagegen. Sehr ausgeglichen geht es weiter, hohes Tempo, viel Emotionen – etwas zu viel findet der Schiedsrichter und gibt kurzum Mire eine 2-Minuten-Strafe wegen übertriebener Härte. Die erste Hälfte endet mit einer sehr gut gespielten Unterzahl-Situation, aus der unsere Gegnerinnen keinen Vorteil schlagen konnten. Zwischenstand 2:0.

Startend mit zwei Spielerinnen findet Trimbach schnell ins Spiel zurück und erhöht bereits nach der ersten Minute zum 3:0. Torschützin ist Priska, mit einem wunderschön ausgespielten Drehschuss in die rechte untere Ecke. Weiter gehts: Ein Zwei- bis Dreikampf hinter dem gegnerischen Goal begräbt kurzum die Torhüterin von Schötz unter ihrem eignen Goal. Die Verwirrung des Schildkröteneffekts ausgenutzt erhöht Mire kurzum, nach nur zwei Spielminuten zum 4:0. Das lassen die Pinguine nicht auf sich sitzen und reagieren gekonnt in der vierten Spielminute zum 4:1. Gestärkt durch ein darauf folgendes Time-Out seitens Schötz, gelingt ihnen ein weiterer Schuss in die weite Ecke. Es steht 4:2. Das Spiel wird derzeit von Schötz dominiert, es «hackt», «klöpft» und «tätscht» von beiden Seiten her und schwups, liegt ein Pingu auf der Bank von Trimbach. Ob gefallen oder gestossen – Mire zieht es in der elften Spielminute zurück auf die Strafbank. Wiederum sauber ausgespielt, gewähren die Trimbacherinnen keine Goalchancen in Unterzahl. Gestärkt aus dieser Situation, kämpft sich Trimbach zurück an die Stelle des Spielmachers. Nur das mit dem Wechseln (ein Dank hier an Simon für seine «Hoselupf» Aktion – er hat Joli vom Spielfeld zurück auf die Bank gehievt – der Schiri hat es trotzdem gesehen), klappt nicht. Wer geht auf die Bank? Die Entscheidung fällt auf Mire, sie kennt den Weg schon :). Schötz nutzt die Situation und ergattert eine Torchance – Marian lässt dies aber kalt und sie greift sich den Ball. Der darauffolgende Auswurf wird behindert – es ergibt sich eine Überzahlsituation für die Trimbacherinnen in der achtzehnten Spielminute. Die Überzahl ist schnell beschrieben: Trimbach schiesst, Goali von Schötz wirft den Ball in die gegnerische Hälfte, Trimbach holt den Ball, Trimbach baut auf, schiesst, Goalie fängt … ihr versteht. Der Schiedsrichter beendet das Pingpong mit dem Schlusspfiff – wir gratulieren den Trimbacherinnen zum spannenden 4:2 Sieg!

White Horse Lengnau – UHC Trimbach
Die Gegner, White Horse Lengnau: Einen Platz hinter uns in der Tabelle (ja, das heisst Stand heute noch nichts), vertreten mit fünf Feldspielerinnen und einem Goali. Ein leichter Start? Im Gegenteil. Das Spiel beginnt sehr durchzogen, die Chancen stehen auf beiden Seiten gleich, die Spielzüge seitens Trimbach lassen sich ansehen, führen aber bisher nicht zum Erfolg. In der siebten Minute gelang den White Horses dann der erste Treffer, ein ausgespielter Freischlag. Trimbach, genauer Fublä, antwortete unmissverständlich und schloss im Alleingang der Bande entlang zum 1:1 ab. Das Spiel liegt derzeit eher auf Seiten Lengnaus, welche in der zwölften Minute zum 1:2 erhöhen. Hierauf kam die Antwort von Mire – sie gleicht mit einem Nachschuss in der dreizehnten Minute aus: Es steht 2:2. Trimbach gelingt es, das Spiel etwas zu beruhigen und in zumindest für einige Minuten in ihren Reihen zu behalten. Die White Horses werden ungeduldig, drehen auf und erzielen in den letzten drei Minuten der ersten Spielhälfte zwei Tore. Die Pause beginnt mit einem Zwischenstand von 2:4 für Lengnau.

In der Pause werden Massnahmen getroffen – Meli wird eingespielt, die Linien umgestellt. So startet Trimbach mit 2 neuen Linien in die zweite Hälfte. Trimbach gelingt es Druck aufzubauen und sich Goalchancen zu ergattern – nur der Erfolg bleibt leider aus. Die White Horses antworten mit Gegenstössen. So steht es nach der siebten Spielminute 2:6. Das Spiel geht weiter, bei einem Konterangriff von Trimbach, betritt eine Spielerin Lengnaus den Schutzraum. Der Schiedsrichter pfeift, kreuzt die Hände über dem Kopf und teilt einen Penalty für Trimbach aus. Fublä stellt sich dieser Herausforderung, leider fehlt auch hier das letzte Quäntchen Glück und Trimbach geht leer aus. Als Lengnau in der elften Spielminute den Vorsprung auf 2:7 ausbaut, legt Simon ein Time-Out ein. Gute Worte muss der Trainer gefunden haben – es gelingt Trimbach eine Druckphase aufzubauen. Die Bälle werden hinter dem gegnerischen Tor abgeknöpft, bei Möglichkeit mit 4 Feldspieler gespielt. Die Massnahmen wirken, die Torchancen steigen. Einmal Pfosten, einmal Goali, einmal Abpraller, einmal daneben. Die Chancenauswertung bleibt aus, der Druck jedoch hoch. In der letzten Spielminute ergattern sich die White Horse erneut den Ball und schwärmen aus zum Gegenstoss. Es steht 2:8. Das Spiel geht mit einer 2-Minuten Strafe gegen Sarah W. und dem Schlussstand von 2:8 für White Horse Lengnau zu Ende. Wir gratulieren zu der Leistung, dem Durchhaltewillen – das nächste Mal klappts wieder.