8. Meisterschaftsrunde Damen NLB

21. Oktober 2017: Die Rückrunde beginnt- weit weit weg.

12:00 Uhr: Besammlung in Olten. Nach dem alle Autos ein Plätzchen gefunden hatten, auf dem sie möglichst bussenfrei bleiben konnten, wird der Car mit Spielerinnen und mitreisenden Zuschauern befüllt.

12:15 Uhr: Start einer langen Anfahrt, bei welcher der Carchauffeur schon mal zeigt, wie man Gas gibt und dafür Punkte (in Flensburg) sammelt (wäre man denn in Deutschland).

15:00 Uhr: Ankunft in Mendrisio bei der Palestra liceo cantonale di Mendrisio. Die Garderoben mit der fast korrekten Beschriftung «Trimback» werden inspiziert und eingerichtet. Anschiessend versucht man während des Footings, die steifen Gliedmassen wieder etwas geschmeidig zu laufen.

16:00 Uhr: Graber und Lampert versammeln ihre Kriegerinnen zur Matchbesprechung. Das Team kämpft wie in der Vorwoche mit vielen Verletzten. Einige sind bereits zurück gekehrt, leider ist das Kader heute aber durch andere Abwesenheiten geschwächt. Unterstützung kommt dafür vom Nachwuchs, seitens Trainer oder Spielerinnen. So versuchen die Trainer aus den verbleibenden 14 Damen die beste Kombination zusammen zu stellen.

17:15 Uhr: Anpfiff durch das Schiedsrichterpaar, dem man zuerst zuschreiben wollte ein wenig parteiisch zu sein, da sich mehr als eine Legende um das Tessin und seine Zugehörigkeit zur Schweiz rankt. Diese Bedenken wurden aber schnell wieder zerstreut.

Mit dem Beginn des achten Meisterschaftsspiels startete auch die Rückrunde. Von nun an wollten die Trimbacherinnen beginnen ihren Torkredit, den sie in den vergangenen Wochen angesammelt haben, abzubezahlen. Doch bereits nach zehn Sekunden wurde diese Aufholjagd unterbrochen. Dieses Mal jedoch nicht aufgrund eines Fehlers eines Teams, sondern wegen eines technischen Problems seitens des Spielsekretariats. In den folgenden 20 Minuten kam das dieses nur noch einmal zum Einsatz, nämlich als die Tessinerinnen es tatsächlich geschafft hatten die weisse Kugel durch die diesmal rot gekleidete Abwehr der Trimbacherinnen und an Andres vorbei ins Tor zu schmuggeln.

17:45 Uhr: Die erste Verschnaufpause mit einem 0:1 auf der Tafel, stimmte die Frauen aus der Deutschschweiz zuversichtlich. Der Spagat zwischen engem Spiel im eigenen Torraum und gleichzeitig enger Deckung der berühmt berüchtigten Nr.8 des Gegners schien weitgehend gelungen zu sein. Man hatte nun noch 40 lange Minuten vor sich, um selbst einzunetzen.

17:55 Uhr: Das Spiel wird angepfiffen und schon 30 Sekunden später wieder abgepfiffen. Leider hat es dieses Mal nicht mit den Geschehnissen neben, sondern mit einem erneuten Torerfolg der Sportiva Unihockey Mendrisiotto auf dem Feld zu tun. Von nun an tun beide Teams, was sie am besten können: Harte Zweikämpfe ausfechten und daneben noch etwas Unihockey spielen. So steht, als die Pausenhupe ertönt, dank Gurtner (Rütimann) und Svenson (Monti) 1:3 auf der Anzeigetafel. Wirklich näher ist man in diesem Drittel einem Sieg also nicht gekommen.

18:40 Uhr: Das letzte und damit alles entscheidende Drittel beginnt. Mit dem Licht scheinen auch die Kräfte beider Teams zu schwinden. So wechseln sich eher Konter als schöne Kombinationen ab. Andres und ihre Frontfrauen werden gefordert, doch auch die orange-braunen Streifenhörnchen sehen ihren Bau mehr und mehr bedrängt. Wie in den vorangehenden Spielen, sind es dann ein paar wenige Minuten, in denen die Entscheidung zu Gunsten der Gegner fällt. Die Ticinese gehen innert zwei Minuten mit 5:1 in Führung. Alle guten Aktionen, die davor und danach von den Trimbacherinnen gestartet wurden, können das Spiel nicht mehr wenden. Ein letzter Schuss von Wullschlegel hält lediglich die anfallenden Torzinsen etwas in Grenzen. So trennt man sich schliesslich, gleich wie beim Hinspiel, mit einer 2:5-Niederlage. Was bleibt ist die Gewissheit, dass der Gegner halt das bessere Team war.

20:00 Uhr: Der Borncar, der die Farben des EHCO trägt, wird erneut mit Spielerinnen, Trainern und Zuschauern befüllt und rollt auf den Heimweg. Mit Karten- und Würfelspielen vertreibt man sich die langen Stunden bis nach Hause. Ein kleiner Stop bei einer Fastfoodkette vermag zwar die Mägen der Reisenden zu füllen, jedoch nicht den Siegeshunger der Spielerinnen zu stillen, der an diesem Abend nur noch gewachsen ist.

23:30 Uhr: Ankunft in Olten. Man verabschiedet sich kurz und verstreut sich nach fast 12h in die dunkle Nacht.

Sportiva Unihockey Mendrisiotto – UHC Trimbach 5:2 (1:0, 2:1, 2:1)
Palestra liceo cantonale di Mendrisio, 39 Zuschauer
Schiedsrichter: Alberto Coduto | Christian Schweizer
Tore: 15:45 M. Decarli (N. Buser), 20:34 A. Derneroba (E. Ratti), 23:46 D. Gurtner (A. Rütimann) 32:46 F. Svensson (d. Monti), 44:03 A. Dernerova (E. Ratti), 45:43 M. Decarli (F. Svensson), 59:29 F. Wollschlegel (R. Gmür) Strafen: 1 x 2 Minuten gegen UHC Trimbach.
UHC Trimbach: Andres, Sigrist, Hell, Blättler, Rösli, Bortis, Zedi Gmür Hämmerli, Gurtner, Wollschlegel, Di Nicola, Rütimann, Lang  Stalder
Bemerkungen: Trimbach ohne Carere, Wagner, Wernli, Cordi