Herren 4. Liga KF

Trainer
Schenker Andreas KONTAKT

Trainingszeiten
Dienstag 20:20 - 21:45 Gerbrunnen
Freitag 20:20 - 21:45 TH Leinfeld
Torhüter
#
Persönlicher Sponsor
Graf Yannik
94
 
Schmid Cyrill
37
 
Feldspieler
#
Persönlicher Sponsor
Binder Sebastian
14
 
Bühler Raphael
43
 
Coray Andreas
68
 
Coray Markus
89
 
Dobler Adrian
16
 
Geiser Etienne
13
NÄF ITCOM AG
Gurzeler Lorenz
88
 
Hoffmann Florian
26
 
Hug Simon
21
 
Hurni Alain
66
 
Hurni Yves
78
 
Müller Janic
77
 
Müller Joel
75
 
Rattaggi Simon
19
 
Stampfli Denis
27
 
Stampfli Nico
18
 

Spielplan & Resultate

Spielübersicht UHC Trimbach, Herren 4. Liga Gr. 7
Datum, ZeitGegnerOrt
Spielübersicht UHC Trimbach, Herren 4. Liga Gr. 7
Datum, ZeitOrtGegnerResultat
14.05.2017, 14:00Sporthalle Obersiggenthal (Nussbaumen (AG))UHC Obersiggenthal II17:9
01.10.2017, 10:50Turnhalle Egg (Frenkendorf)TV Liestal6:7
01.10.2017, 13:35Turnhalle Egg (Frenkendorf)TV Flüh-Hofstetten-Rodersd.7:7
22.10.2017, 09:55Margarethen (Basel)Unihockey Fricktal III3:6
22.10.2017, 11:45Margarethen (Basel)TV Wild Dogs Sissach II7:7
12.11.2017, 14:30Turnhalle Liebrüti (Kaiseraugst)FBC Känerkinden 038:5
12.11.2017, 16:20Turnhalle Liebrüti (Kaiseraugst)Bohrmaschine Zeiningen6:6
03.12.2017, 09:55Rotacker (Liestal)UHC Basel United III5:4
03.12.2017, 12:40Rotacker (Liestal)UHC Nuglar United III3:10
07.01.2018, 09:55MZH Dörlimatt (Känerkinden)STV Kappel III1:4
07.01.2018, 11:45MZH Dörlimatt (Känerkinden)TV Flüh-Hofstetten-Rodersd.12:4
28.01.2018, 14:30Sporthalle Tannenbrunn (Sissach)TV Liestal6:5
28.01.2018, 17:15Sporthalle Tannenbrunn (Sissach)STV Kappel III6:6
25.02.2018, 14:30Turnhalle Brugglismatt (Zeiningen)TV Wild Dogs Sissach II7:5
25.02.2018, 16:20Turnhalle Brugglismatt (Zeiningen)Unihockey Fricktal III7:3
18.03.2018, 09:55Gerbrunnen (Trimbach)Bohrmaschine Zeiningen1:1
18.03.2018, 11:45Gerbrunnen (Trimbach)FBC Känerkinden 034:5
08.04.2018, 09:55Bornblick (Kappel SO)UHC Basel United III10:7
08.04.2018, 12:40Bornblick (Kappel SO)UHC Nuglar United III4:8
Tabelle Herren Aktive KF 4. Liga Gruppe 7 2017/18 per 28.05.2018
Rg.TeamSpSUNToreTDPt.
1TV Flüh-Hofstetten-Rodersd.181332133:91+4229
2UHC Trimbach18855105:98+721
3UHC Nuglar United III18918106:92+1419
4TV Liestal18909102:85+1718
5FBC Känerkinden 0318828104:96+818
6STV Kappel III18819106:116-1017
7Bohrmaschine Zeiningen1864878:92-1416
8TV Wild Dogs Sissach II1872993:117-2416
9UHC Basel United III187110106:120-1415
10Unihockey Fricktal III18431182:108-2611

Berichte

  • Spielberichte 9. Meisterschaftsrunde Herren 4. Liga KF

    Spiel, Satz und ein Sieg – Trimbach

    Die letzte Meisterschaftsrunde der Saison 17/18. Für viele ist das in etwa so, wie das letzte Schoko-Ei im Osternest, das letzte Tram von Polo Hofer, der letzte Schnee des Jahres oder das Staffelfinale von „die Bachelorette“. Schön wars, aber auch keine Tragödie, wenn es vorbei ist. – „Schön wars“ zählt für den letzten Aufzählpunkt übrigens nicht. Die Lächerlichkeit dieser Sendung ist nicht in Worte zu fassen. Da wäre es sinnvoller, mit einem Bobby Car auf dem Sechseläutenplatz ein paar Runden um den Böögg zu drehen. – item, zurück zum Thema: Für mich hingegen immer ein Moment in dem ich denke: Schade, eigentlich könnte die Meisterschaft das ganze Jahr hindurch stattfinden.
    Beim Treffpunkt am Sonntagmorgen schien bei allen wieder einmal die Sonne aus dem Poppes. Mit guter Laune sattelt es sich den Lastesel bekanntlich besser. Die getönten Sonnengläser waren stilsicher auf den Schnarchzäpfen und Gesichterkern montiert. Dann ritten wir los, in den letzten Kampf der Saison. Ziel: Kappel, für alle Klaustrophobie veranlagten, besser zu Hause bleiben.

    Wir starteten wie so oft, mit einem Rückstand. Drei Zeigerumdrehungen später, glichen wir aus und der offene Schlagabtausch konnte beginnen. Bis zur Pause fielen weitere fünf Tore, nun stand es 4:3 für unsere Farben.
    Nach der Lüftungspause ging es im gleichen Stil weiter. Wir starteten mit einem Treffer, Basel glich aus. 7:6 zeigte das Board an, ehe Basel zur Hälfte der zweiten Halbzeit den Ausgleich erzielen konnte. Nun zeigte sich das Spiel von einer völlig anderen Seite. Tore wollten keine mehr fallen, die Teams neutralisierten sich grösstenteils.
    Zwei Minuten vor dem Ende fasste sich Müller ein Herz, fand unten rechts die winzige Lücke und traf mit einem sehenswerten Weitschuss ins Schwarze (ein klassischer Joel halt!). Gurzeler vollendete in der gleichen Minute wie meistens mit einer Brise Show (ein klassischer Löru halt!). Unsere Bank tobte nach diesen Szenen wie der Ahoy-Mob von Rotterdam, wenn Raymond van Barneveld – Darts Profi alter Schule – wieder einmal ein Leg auf seine unvergleichlich souveräne Art auf Doppel Zwanzig abschliesst. Dobler machte mit dem „empty netter“ Sekunden vor Schluss alles klar.
    Erwähnenswert Eins: Sehr souveräne Leistung des Refs! Erwähnenswert Zwei: Kusi Coray gab in diesem Spiel sein Saisondebut. Der Mann mit dem Trainingsrückstand pumpte wie einst Stefan Raab bei den „Schlag den Raab Sportspielen“, setzte gute Nadelstiche und konnte seine Kampfkraft gekonnt einsetzen. 😉

    Im letzten Spiel der Saison, notabene ein Direktduell um Platz Zwei, wartete Nuglar. Seit ein paar Runden hat sich das Team aus dem schwarzbübischen Ländle gefangen und rollte das Feld von hinten auf (wie das möglich war, bleibt wohl ihr Geheimnis, Chapeau).
    Zum Spiel: Nuglar wirkte über das ganze Spiel spritziger und hatte mehr Zug aufs Tor. Nach den Zehn Buden aus dem ersten Spiel, schienen wir ein wenig ausgeschossen zu sein. Die Effizienz vom ersten Rendez-vous erreichten wir bei weitem nicht mehr. Nuglar hingegen netzte kaltblütig ein.
    Ja, da war noch etwas: Unser Freund im gelben Hudeli. Dieses Gesicht und sein Selbstdarsteller-Gepfeife kamen mir bekannt vor. Wir hatten diese Saison schon einmal die Ehre, diesen Portionen-Plauderi und seine „Qualitäten“ zu bestaunen. Eines ist klar, die grösseren Jungs aus unserem Team, fanden in ihm keinen neuen Kumpel. Sogar unser Kultcoach wurde wegen seinem (scheinbar zu) aktiven Coaching zurechtgewiesen. Nach der allgemein guten und fairen ersten Halbzeit stand es 1:2. Über das was in und nach der Pause geschah, hüllen wir den Mantel des Schweigens. An dieser Stelle einen Gruss an den wohl besten 4. Liga Schiri, Röschu! Äxgüsee, ich bin mir beim Namen nicht mehr sicher. Schande über mich, ich nenne dich einfach Röschu. Merci Röschu! Das Spiel ging mit 4:8 verloren. Wir haben unseren Tabellenplatz trotzdem verteidigt!

    Danke Jungs für die coole Saison und das Erreichen des tollen zweiten Tabellenrangs!
    Danke allen Zuschauern, Mitreisenden und Unterstützern!
    Nach der Saison ist vor der Saison: Die Cup-Kampagne wird wieder im Mai starten.

    Ich verabschiede mich in die Kreativpause.

    Hochachtungsvoll

    A. Coray, Sprachvermögensberater sowie Verfechter von Pseudo-philosophischen Mist-Zitaten wie: „The world is a book and those who…blablabla“ sowie „Ich denke, also bin ich“… echt jetzt? und ein alter Klassiker „Sorge dich nicht, lebe!“…was zur Hölle? Es gibt noch sehr viele, aber alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Was für Bullshit, gephotoshopt auf blumigem Hintergrund

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  • Spielberichte 8. Meisterschaftsrunde Herren 4. Liga KF

    Gerbrunnen, Fluch oder Segen?

    Da steht sie, die Festung am Fusse des unteren Hauensteins. Ein wahrer Blickfang in der hügeligen Landschaft des Jura-Südfusses (je nach Perspektive oder eingenommenen Substanzen). Der Tempel, in welchem schon etliche Stossgebete in Richtung Himmel gesandt wurden. Nebelschwaden umgarnen die orange Kultstätte und verleihen ihr einen mystischen Touch. Der Ort, an welchem legendäre Schlachten ausgetragen wurden.  Schweiss, Blut, Tränen der Freude sowie auch Tränen des Leides flossen in diesem heiligen Gemäuer zu Boden. Krankenwagen, Polizei oder Drogenkommando, alle waren sie schon zu Besuch.
    Zwischen diesen ehrenhaften Mauern, in welchen wahre Legenden ihre durchgelatschten Turnschlappen über den bläulichen Boden tippeln liessen, ereignete sich schon manch spektakuläre, emotionale, schöne, fragwürdige oder auch widerliche Szene ab. Von den angesprochenen Legenden zeugen noch die unter das Hallendach gezogenen Trikots ihrer endlosen spielerischen Eleganz…Sascha „Gimli“ Berger, Dominik „Milchexpress“ Hess, Andreas „Vuvuzela“ Bütschli, Christoph „death metal“ Henzmann…und wie sie alle heissen. Ja, sie sind immer wieder gern gesehene Gäste: Ob in der Halle beim Praktizieren oder Beäugen dieses schnellen und attraktiven Sports, zum Gratisduschen, wenn zuhause wieder einmal die Wasserrechnung nicht bezahlt werden konnte oder einfach zu geselligem Burger und Bier beim Turnier.
    Für uns Herren ist der Gerbrunnen leider kein erfolgreiches Pflaster, denn der letzte Sieg in der Meisterschaft liegt drei Jahre und ein paar Tage zurück. Es war der 8. März 2015, in der 3. Liga, ein 6:5 gegen den heutigen Gegner FBC Känerkinden 03. Ein gutes Omen?

    Im ersten Spiel trafen wir auf Bohrmaschine Zeiningen. Bosch? Makita? Oder doch Milwaukee? Auf jeden Fall schienen diese Bohrmaschinen bereit zu sein. Beide Teams tasteten sich zu Spielbeginn ein wenig an den Gegner heran. Grosse Risiken wurden auf beiden Seiten (noch) keine eingegangen. Zur Hälfte der ersten Halbzeit fasste sich Dobler ein Herz, bedrängte den Zeininger energisch, eroberte den Ball schulbuchmässig und drosch die Kugel selbstbewusst ins Tor! Wer nach diesem Treffer ein Offensivfeuerwerk erwartete, wurde leider enttäuscht. Während dem Rest der Halbzeit vergaben beide Teams diverse Abschlussmöglichkeiten. Die Torhüter konnten sich ein ums andere Mal auszeichnen, richtig gefährlich wurde es aber nie.
    In der zweiten Halbzeit kontrollierten wir das Geschehen teilweise deutlich. Der Gegner scheiterte bei seinen wenigen Offensivaktionen entweder an unserem Abwehrbollwerk, oder am starken Graf. Unsererseits wurde in der  Offensive so massiv gesündigt, wie das in gewissen einschlägigen, regionalen Etablissement und Freudenhäusern Gang und Gäbe ist. Der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Wie so oft kam das Sprichwort „wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten“ zum Zug. Zeiningen nutzte einen individuellen Defensivfehler unsererseits aus und schob zum 1:1 ein. Nun schossen wir aus allen Lagen, trafen aber das Tor immer noch nicht. Hätten wir keine überdachte Halle, die Bälle wären entweder bei Frau Studer im Garten, oder auf dem Rumpel  bei der Terrasse gelandet. So verstrichen die Minuten weiter ohne Änderung auf dem Scoreboard, bis die Schlusssirene ertönte. Nur zwei Tore in einem Kleinfeld-Unihockeymatch, das habe ich wahrlich noch nie erlebt! Aber es gibt immer wieder erste Male im Leben. 1:1!

    Im zweiten Match wartete Känerkinden, ein unangenehmer und aufsässiger Kontrahent. Beenden wir endlich die Negativserie im heimischen Gerbrunnen? Zu Beginn deutete nicht allzu viel darauf hin. Känerkinden war spritziger und stiefelte uns immer einen Schritt voraus. Geiser parierte ebenfalls sehr gut und so stand die Null weiterhin stramm. Langsam fingen wir uns und zogen unser Spiel auf. Kurz darauf ernteten wir die ersten Früchte unserer Arbeit. Der Schuss von Coray kullerte zwischen den Hosenträgern des gegnerischen Torhüters hindurch und A. Hurni vollendete gewohnt dreckig 😉 1:0! Das Spiel wurde nun leicht unruhiger und gehässiger. Ab und zu flogen Spieler in oder über die Banden. Den zwischenzeitlichen Ausgleich beantwortete der sonst schon geladene Gurzeler gewohnt abgebrüht mit der 2:1 Führung (Pass Hoffmann). Den erneuten Basel-landschaftlichen Equalizer wurde diesmal durch Dobler beantwortet. Mit einem Energieanfall schwang er sein Kampfgewicht über das ganze Feld und versorgte den Ball mit einem sauberen Slapshot im Tor. Pause, 3:2.
    In der Pause entlüfteten wir nochmals unsere Schädel, ehe Kultcoach Schenker uns zurück aufs Feld peitschte.
    Hoffmann schien Schenker’s Inputs am besten aufgenommen zu haben, denn er erzielte mit einem  schönen Hocheckschuss das 4:2 (Pass Gurzeler). Danach taumelte das Spiel ein bisschen vor sich hin. Die Mannschaften führten eine kontrollierte und weiterhin giftige Klinge. In dieser ruppigen Phase schieden mit Hoffmann (erneuter Kreuzbandriss) und A. Hurni (Fuss verknackst, Bänderverletzung) zwei lauffreudige Teamkollegen aus. Gute Besserung euch! Der vor Lebenserfahrung sprühende Yves Hurni gab somit sein Saisondebut und präsentierte schon kurze Zeit später seinen leichtfüssigen Laufstil. Unser David Guetta-Verschnitt Raphi Bühler kam ebenfalls wieder ins Spiel und flitzte kurzerhand wie eine Gazelle übers Feld. Wenig später erhielten wir eine Strafe, welche Känerkinden zum Anschlusstreffer ausnützte. Kurz darauf netzten sie nach zu langsamen Verschieben unsererseits zum 4:4 ein. Nun läuteten beide Teams die Schlussoffensive ein. Die Bälle flogen den Torhütern nur so um die Ohren. Wir kassierten drei Minuten vor dem Ende eine ziemlich unnötige Strafe – ja, der angesprochene Protagonist, Name der Redaktion wieder bekannt, weiss es selber 😉 – mit einem im Eishockey gefeierten Schussblock, welcher im Unihockey mit Bodenspiel bestraft wird. Dank des starken Boxplay’s überstanden wir die Strafe schadlos (abgesehen von ein paar Ballabdrücken auf den Schienbeinen der Spieler, aber dieser Schmerz, ist bekanntlich der schönste Schmerz 😉 ). Nach diesen Szenen konnte Känerkinden trotzdem noch reüssieren, 30 Sekunden vor dem Ende via Konter zum 4:5. Wir probierten alles um den Ausgleich zu schaffen. Trotz Chancen, brachten wir die Fünf nicht mehr auf die Resultattafel. Das Spiel hätte auf beide Seiten kippen können, sie waren in der entscheidenden Phase einen Tick cleverer. Sehr schade, der Kampf und die Defensivarbeit waren gut. Wieder einmal scheiterten wir an unserer Abschlussschwäche. Den Gerbrunn’schen Heimfluch konnten wir nicht besiegen.

    Ein herzliches Dankeschön allen Zusehenden!

    Weiterhin stehen wir auf Platz Zwei. Der erste Rang hat sich nun definitiv Flüh unter den Nagel gerissen. An der letzten Meisterschaftsrunde in Kappel wollen wir immerhin Platz Zwei verteidigen.

    Hochachtungsvoll
    Andriu Coray alias Heini Aebersold, Leiter für aussergewöhnliche Kurserlebnisse wie autogenes Sackhüpfen, taktvolles Heuwenden oder erotisches Mandala malen

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  • Spielbericht 7. Meisterschaftsrunde Herren 4. Liga KF

    4 Punkte? 4 Punkte!
    Donnerstag nach der Meisterschaftsrunde, mein Bruder Markus C. oder besser bekannt als M. Coray (Name der Redaktion bekannt, Markuuus bissoguuett!) und meine Wenigkeit, standen vor der eindrücklichen Fassadenmalerei einer überregional in aller Munde stehenden, altschweizerischen Trinkstube. Wer dieses sympathisch anmutende Speiselokal betritt, weiss in der Regel schon bevor sie/er die ehrwürdige Tür öffnet, welches Gericht mit  Hochgenuss verschlungen wird. Wir setzten uns an den Stammtisch und bestellten beim authentisch-mürrischen Beizen-Original den Klassiker mit Frites. Als ich verlauten liess, dass ich meine Gaumenfreude doch bitte ohne Zwiebeln auf dem Teller will, liessen die ersten Sprüche nicht lange auf sich warten – und nein, ich musste an diesem Abend nicht mehr herumschmusen. Nachdem sie ihren Popo hinter das Buffet schwang, diskutierten wir auch über den vergangenen Spieltag. Nach dem Verzehr des Klassikers, betraten wir in diesem Gasthaus spontan Neuland. Ein Dessert sollte unserer Körperpflege zugeführt werden. Die Speisekarte inklusive Nachspeisen wurde uns zugehalten. Zum ersten Mal in x-Jahren  unseres Besucherdaseins, hielten wir die zuvor nie gesehene Speisekarte in den Händen. Leicht verstaubte und abgenutzte Seiten wurden auf Zuckerbomben durchsucht. Ein Wiener Eiskaffee sowie ein Zwetschgen Sorbet sollten es sein. Die Glace- und Sorbetkugeln, welche in Kirsch- bzw. Zwetschgen Schnaps ersäuft waren, liessen unsere sonst schon fröhlichen Gemüter erheblich erheitern… Eine solch gute Stimmung herrschte auch am Sonntag 25. Jänner, an der 7. Runde im aargauischen Zeiningen…

    Zum ersten Kampf in der etwas düsteren Halle, trafen wir auf die wilden Hot-Dogs aus Sissach. In den ersten Minuten beschnüffelten sich die Teams mehrheitlich ohne gross Akzente zu setzen. Auf beiden Seiten wurden diverse Abschlüsse abgegeben. Diese Versuche, Jubelekstasen auf den Spielerbänken auszulösen, wurden von den beiden Torhütern humorlos zu Nichte gemacht. Nach gut zehn Minuten traf Coray (Pass Dobler) mit einem halbhohen Chip in die weite Ecke  zum 1:0. Nach diesem Ereignis erwachte auch der Komiker im pinken Hemd. Prompt legte der verwirrte Spielleiter eine bühnenreife Show auf das Parkett. Wir kamen uns vor, als sässen wir im Zelt in Aarau und lauschen den Pointen Divertimento’s. Der dezent abwesend scheinende Herr pfiff auf beiden Seiten fragwürdige Situationen. Klar, die Schiedsrichtertätigkeit auszuüben ist kein Zuckerschlecken, aber bei solch einem Desinteresse, wäre er besser zu Hause geblieben. Zu unserem Glück durften wir auch im zweiten Spiel seine unvergleichliche Ausstrahlung auf dem Feld geniessen. Sissach erzielte vor der Pause via Weitschuss den Ausgleich. Das Unentschieden ging zu diesem Zeitpunkt in Ordnung. Nach der Pause zog ein kleines Unwetter in der Halle auf. Plötzlich regnete es Tore wie aus Kübeln. Bis paar Minuten vor dem Ende trafen Hoffmann (Pässe Gurzeler) und Coray (Hattrick, Pässe Hurni) je zwei Mal. 6:5 stand es als Hoffmann seinen Hattrick ebenfalls komplettierte und uns in Führung schoss. Als ein Sissacher kurz vor Schluss vor dem eigenen Tor ein kleines Päuschen einlegte, bedankte sich Hoffmann spitzbübisch und schob zum vierten Mal ein. Mit diesem Treffer zum 7:5 endete die Partie für unsere Farben erfolgreich.

    Im zweiten Akt des Tages trafen wir auf Fricktal. Auf dem Papier eine klare Angelegenheit, sollte dies auch im Match so sein. Wir kontrollierten das Geschehen mehr oder weniger nach Belieben. Die Fricktaler probierten alles, spielten gut mit. Ihre Angriffsbemühungen verpufften bis auf wenige Ausnahmen an unserer soliden Defensive.
    Auffällig an diesem Tag: Das Power- und Boxplay funktionierten sehr gut. Alle Überzahlmöglichkeiten münzten wir in Tore um. Bis auf eine, überstanden wir alle Unterzahlsituationen. Rattaggi mit einem schönen Freistosstor (Pass Bühler) und Hurni mit einem dreckigen Tor (Pass Dobler), brachten zu Spielmitte so etwas wie die Vorentscheidung. Auch die eher unkonventionelle, athletische Ballabgabe von Torhüter Geiser über das eigene Gehäuse war witzig anzusehen. Unser Freund und Helfer in Pink überraschte uns immer wieder mit einem pfiffigen Komödienfeuerwerk aus dem Hause „ich bin nur wegen des Geldes hier“.  Als Denis Stampfli in der effektiven Spielzeit (Pass Hoffmann) das Netz zum siebten Mal zum Zappeln brachte, war der Drops endgültig gelutscht. Mit 7:3 beendeten wir auch die zweite Partie erfolgreich und holten zum ersten Mal in dieser Saison vier Punkte! Vier Punkte, Balsam für die Seele oder in meinen Worten: Die Edelkonfitüre auf dem Crêpes des Glücks. Weitere Torschützen: Gurzeler, Hoffmann, Hurni und Hug. Letzterer packte wieder einmal seinen schnittigen Drehschuss in den Winkel aus.

    Somit grüssen wir vom zweiten Tabellenplatz! Flüh scheint schier uneinholbar auf dem Thron zu sitzen. Aber, alle Spiele müssen zuerst gespielt sein 😉

    Hochachtungsvoll
    Andreas C. (Name der Redaktion unbekannt), Klang- und Beschallungstherapeut mit Schwerpunkt Wortspielereien und heavy metal. Im Besitz des Masters in Klangschalen-HipHop der musikalischen Akademie für besonderes Musizieren Gänsbrunnen

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  • Spielbericht 6. Meisterschaftsrunde Herren 4. Liga KF

    Heroische Wende aber keine Konstanz

    28. Januar, Sonntagnachmittag. Das Herren-Orchester versammelte sich im Leinfeld, 11 Anhänger der klassischen Musik und Taktstockwedler Schenker.
    Am Samstag davor schlenderte ich durch die Migros in Olten. Ursprünglich wollte ich Zutaten für Crêpes einkaufen. Ich liebe diese glitschige, hauchdünne, mit verschiedenen Konfitüren eingesalbte Teigleckerei. Irgendwie beflügelte mich der Gedanke des baldigen Verzehrs dieser, aus Gottes Händen geschaffenen Edel-Schmauses. Ich spürte, bei so einem Menschenauflauf schien es kein normaler Migros-Besuch zu werden…In Gang vier schrie eine Oma um Unterstützung. Ein Glas war ihr aus der Hand gerutscht und auf den Boden gefallen. Ein kompetenter Mitarbeiter half der überforderten Dame sogleich. Ich wandelte weiter durch die Regale und beobachtete wie sich zwei junge Männer gegenseitig verbal aufs Dach gaben. Das war sehr amüsant. Im nächsten Gang machte ich einen Bogen um den frisch ausgeschiedenen Mageninhalt eines kleinen Vagabunden. Der Hosenpupser hatte trotzdem noch ein schelmisches Lächeln auf den Lippen. Die Eltern hingegen waren weniger erfreut. Kurz darauf kam ich im Gang an, in welchem meine Spezial-Zutat auf seinen Lieblingskunden wartete. Zusätzlich ertönte der Klassiker: „Eye of the tiger“ aus den Boxen, was für eine Kombination! Ich spürte mich kurz nicht mehr und sang inbrünstig mit. Es ging sogar soweit, dass ich die gute, alte „Dean Winchester leg guitar“ auspackte. Den vorbeilaufenden Komödiensympathisanten schien es jedenfalls zu gefallen…
    Mit der 6. Meisterschaftsrunde der UHC-Herren hat das zwar wenig zu tun, aufregend war es trotzdem, genau wie unsere Spiele: Spitzenkampf gegen Liestal und Derby gegen Kappel.

    Auf jeden Fall starteten wir fulminant in den Spitzenkampf. Müller (Pass Denis Stampfli) und Hoffmann (Pass Müller) eröffneten mit sehenswerten Toren das Score zu unseren Gunsten. In den jeweiligen Situationen überliessen die Liestaler uns viel Platz, sodass die Protagonisten ihre Bauchmuskeln im Speckmantel graziös über das Spielfeld gleiten lassen konnten. Der weitere Spielverlauf war geprägt aus einem Mix aus Kampf und (zu) komplizierten Offensivaktionen. Hektik kam aber zu keinem Zeitpunkt auf. Die Angriffe wurden teils mit einer atemberaubenden Eleganz vorgetragen. Dies war schön anzusehen, Erfolgserlebnisse blieben aber aus. Liestal fand den Weg auf das „Gleis 1, einfach spielen“ vor uns und konnte mit simplen Abschlüssen das Spiel vor der Pause auf 2:2 ausgleichen. Bis zum Pausentee verzeichnete kein Team mehr nennenswerte Aktionen.
    Liestal fand nach der fünf-minütigen Ständeratssitzung in der Hallenecke besser ins Spiel. Die Partie wurde mit jeder Minute schneller. Unsere zahlreichen Schüsse wollten den Weg  ins gegnerische Ziel einfach nicht finden. In der Defensive standen wir gut, blockten viele Geschosse. Bis fünf Minuten vor Schluss schlug es trotzdem dreimal hinter Goalie Graf, welcher ein gutes Spiel ablieferte, in unserer Festung ein. Wir bekamen ein Powerplay zugesprochen, welches Coray mit einem – schön ausgedrückt „unnötigen Körpereinsatz“ zu Nichte machte. Als die 2gg2 Situation ohne Tore verstrich, kehrte Coray aufs Feld zurück und netzte via Drehschuss (Pass Hurni) ein. Als Rattaggi nur Augenblicke später unbedrängt  im Slot den Pass von Hoffmann versenkte, war die Wende eingeläutet. Auf unserer Spielerbank war nun eine gewaltige Energie und Spielfreude spürbar, sie überschwappte förmlich. Dirigent Schenker nahm Graf vom Feld, 4gg3. Dobler positionierte sich wie gewohnt vor dem Kasten, Coray zielte und glich die Partie mit einem Laser aus. Die Trimbacher-Bank tobte! Wir ritten die Erfolgswelle weiter und Hurni (Pass Coray) erzielte kurz vor Schluss via Freistoss das 6:5! Nun gab es auf der Spielerbank kein Halten mehr! Geschickt spielten wir die letzten Sekunden von der Uhr und erarbeiteten uns zwei Punkte aus dem Spitzenkampf… wahrlich heroisch! Toni S. harrte sogar das ganze Spiel auf der Tribüne aus. Das Zeichen schlechthin, dass wir einen guten Match abgeliefert haben 😉

    Im letzten Match des Spieltages kam es zum zweiten Derby der Saison gegen Kappel. Der Gegner trat mit einer völlig anderen Mannschaft, als noch im ersten Duell an. Binder ersetzte den angeschlagenen Müller. Kappel überrumpelte uns zu Spielbeginn mit zwei Toren. Hoffmann düste wenig später wie der TGV von Paris nach Zürich „coast to coast“ übers Feld und versenkte den Plastik-Emmentaler-mild eiskalt wie die Engadiner Nacht. Danach gehörte die Bühne Star-Geiger Simon Hug. Mit seiner Stradivari fiedelte er wie André Rieu zu besten Zeiten. Auf Pass von Rattaggi glich er das Spiel im hohen C aus. Der erneute Führungstreffer Kappel’s beantwortete Hug mit einem langgezogenen D unter die Latte. Pause!
    Hug hatte noch nicht genug und komponierte weiter an unserem Erfolgsstück. Im Slot drosch er den Ball in die Maschen. Mit seinem Hattrick-Tor (Pass Nico Stampfli) erreichte er scheinbar den Höhepunkt der Komposition. Dobler sah noch mehr Potential in den leidenschaftlichen Zeilen und knipste Backhand zum 6:3 (Pass Hurni). Das Publikum auf der Trimbacher Bank erhob sich vergnügt. Nach dem Treffer fielen wir in altes Fahrwasser zurück. Wir trafen das Tor nicht mehr. Unsere Aktionen hatten plötzlich weder Hand noch Fuss. Weitere Höhepunkte blieben aus. Kappel konnte das Heft und den Taktstock an sich reissen und erzielte tatsächlich noch den Ausgleich. In diesem Spiel hätten wir den zweiten Punkt nach Hause bringen müssen. Aber das Spiel…nein…der ganze Spieltag war ein Spiegelbild Mozarts‘ Werke: ein emotionales auf und ab.

    Die Crêpes schmeckten übrigens wie immer vorzüglich.

    Hochachtungsvoll

    Andgang Amadreas Cozart, Komponist der Feinschmecker-Sinfonie „emotionale Achterbahnfahrt mit Konfitüre“

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  • Spielbericht 5. Meisterschaftsrunde 4. Liga KF

    Zu wenig konstant für 4 Punkte
    Es ist Sonntagnachmittag, ein mit Fettspritzern übersäter Kalender an der Wand der sympathischen Spelunke zeigt den 7. Januar an. Das Team sitzt beisammen, verzehrt eine fetttriefende Pizza oder einen würzigen Kebap. Den Jungs sind zwei Wochen Festschmaus und übermässiger Alkoholismus anzusehen. Wir alle trugen ein paar hundert Gramm Wohlstand mehr auf den Rippen. In der Flimmerkiste, welche ihre besten Tage schon hinter sich hat, tänzeln mutige Wintersportler den beängstigend steilen Schlusshang des Chuenisbärgli ob Adelboden herunter. Der Tausendsassa Marcel Hirscher schleppt sich ins Ziel. Bei der Einfahrt johlt und pöbelt der Trimbacher Mob hämisch. Der berühmteste österreichische Ski Rock‘ n Roller hat wieder einmal triumphiert. Zuvor reflektierte das Team den vergangenen Spieltag…
    Im ersten Spiel, gleichzeitig das Letzte der Hinrunde, kam es zum Derby gegen die „Schieber“ aus Kappel. Das Spiel begann kontrolliert, ohne grosses Spektakel. Beide Mannschaften erspielten sich diverse Chancen, aber keiner brachte die Kugel im Gehäuse unter. Nach zehn Minuten eröffneten wir endlich das Score. Tormann Graf, welcher eine ausgezeichnete Partie ablieferte, lancierte Coray per Auswurf, welcher via Weitschuss zum 1:0 einnetzen konnte. Der Rest der ersten Halbzeit war weiter bodenständiges Unihockey-Handwerk ohne grossen Glanz und Gloria. Im zweiten Abschnitt ging es im Gleichen Rhythmus weiter. Das Motto lautete: Viele Chancen, keine Tore. Wir überzeugten ebenfalls mit guter Defensivarbeit. Zur Mitte der zweiten Halbzeit erhöhte Dobler (Pass Hurni) mit einem satten Schuss auf 2:0. Das Tor wirkte wie ein Weckruf! Wir spielten frei von der Leber weg zügig nach vorne. Nico Stampfli erlief sich im Laufduell den Ball, passte in den Slot, wo Binder mutterseelenallein die Kugel „Schuss für Ehre, Hände zu Tell“ unter die Latte ballerte. Kurz danach hämmerte Hug den Ball Volley ins Netz, 4:0! Die Suppe schien nun ausgelöffelt und wir spielten die Partie souverän nach Hause. Eine Frage stand noch im Raum: Shutout oder nicht? Antwort: Nein! Nach einem unnötigen Eigenfehler erzielte Kappel 30 Sekunden vor Schluss den Ehrentreffer zum Endstand von 4:1. Das war eine saubere Leistung Männer!
    Im zweiten Spiel wartete der Leader, die exklav-Solothurner aus Flüh-Hofstetten-Rodersdorf. Wir starteten fulminant mit Toren von Binder (Pass N. Stampfli) sowie Denis Stampfli (Pass Gurzeler). Danach erwachte der Leader und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Flüh schien einen Zacken spritziger und erzielte ihr erstes Tor. Nach dem Ausgleichstreffer schafften sie es im Powerplay sogar, in Führung zu gehen. Turbulente Szenen folgten im Anschluss. Coray kam einen Schritt zu spät und schlug dem Torhüter von Flüh auf die Pfoten. Dieser rastete kurz aus und kassierte nach seiner verbalen Entgleisung eine 2‘+10‘ Strafe. Dieses Powerplay vermochte Gurzeler (Pass Hoffmann) auszunutzen. 3:3! Das Spiel wurde nun leicht gehässig und wild. Flüh schien das mehr zu liegen und konnte wieder in Führung gehen. Nico Stampfli’s kurzer Aussetzer mit dem Chip ins eigene Tor vereinfachte unsere Situation auch nicht gerade 😉 Am Gesichtsausdruck von Coach Schenker liess sich das Spielgesehen förmlich ablesen. Der Gegner war phasenweise ein Schritt schneller und vor allem effizienter im Abschluss. Lustig anzusehen war Flüh’s Frontmann, welcher mit seinem Stock herumwedelte wie ein Dirigent auf Koks. Die hüftsteifen Tanzeinlagen hatten aber keine Wirkung auf das Spiel. Durch ein Freistosstor von Coray (Pass Hurni) verkürzten wir auf 4:6. Der Gegner antwortete wieder postwendend mit dem 4:7. Nun setzte Coach Schenker alles auf eine Karte und öffnete die Scheunentore. Das 4gegen3 sah nicht schlecht aus, war aber zu wenig gefährlich, sodass insgesamt 4 Gegentore ins verlassene Gehäuse kassiert wurden. Der Endstand von 4:12 ist definitiv zu deutlich und nicht dem Spiel entsprechend. Aber: Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.
    …Mittlerweile hatte der Frittenbudengeruch schon unsere Kleider eingenommen. Den 3. Tabellenrang haben wir in der dünnen Känerkinder‘schen Bergluft erfolgreich verteidigt. Weiterhin ist der Grossteil der Teams nahe beieinander, somit alles (oder vieles) möglich. Die Gang machte sich auf den Weg nach Hause, ehe man sich am Dienstag zur nächsten „Chneblete“ trifft.

    Hochachtungsvoll
    Andreas Coray, Songwriter von „die Stühle“ mit den Welt-Hits: „Ein Leben unter’m Tisch“, „gepolsterte Gespräche“, „Reise nach Jerusalem“ und „Morgen ist Sperrmüll!“

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