Spielberichte 7. Meisterschaftsrunde Juniorinnen U21

«You shall not pass»
Die U21 schafft nach einem Hitchcock-Tag verdient den Einzug in die Playoffs. Die Ausgangslage war vor der letzten Meisterschaftsrunde in Yverdon klar: drei Punkte oder zwei Punkte plus viele Tore, da man mit einem Vollerfolg und somit vier Punkten von Lok Reinach im Fernduell um den besten Gruppenzweiten rechnete. Diese Spiele fanden zeitgleich statt. Das Motto war «You shall not pass», auch wenn die U21 Equipe keinen Gandalf als Zauberer in den eigenen Reihen hat, haben sie dafür viele tapfer kämpfende Hobbits ;).

Tolles Spitzenspiel gegen Basel
In der Hinrunde verloren die Solothurnerinnen noch mit 0:3 gegen das Team aus Basel, welches jeweils mit einigen finnischen Spielerinnen antritt. Nach einigen taktischen Anpassungen des Systems in den letzten beiden Wochen, wollte der UHC Trimbach dem Leader nicht den gewöhnlichen Raum in der Auslösung lassen. Mit zwei Blöcken agierend, konnten die Trimbacherinnen einige Pässe in der Mittelzone abfangen, verpassten es ihrerseits jedoch, diesen Vorteil zu nutzen. Gegen das Pressing der Baslerinnen wurde ebenfalls gut reagiert. Kyburz verpasste eine Grosschance, wurde gefoult, sodass man die Möglichkeit hatte, mittels Penalty früh in Führung zu gehen. Dieser blieb unverwertet, wie auch das nachfolgende Überzahlspiel. Die Baslerinnen hatten zwar mehr vom Spiel, doch die Trimbacherinnen hatten ebenfalls ihre Chancen. Ein Abpraller kurz vor der Halbzeit brachte den Leader verdient in Führung. Senkpiel im Tor hielt einige Male souverän und hielt ihr Team im Spiel. Die Vorderleute konnten ihrerseits weitere zwei Überzahlspiele nicht nutzen. Je länger das Spiel dauerte, desto offensichtlicher wurden die läuferischen und spielerischen Stärken des Leaders, während dem UHC Trimbach allmählich der Schnauf ausging. Ein Timeout zur Erholung reichte nicht mehr, um das Skore auszugleichen und den dringend benötigten Punkt zu holen. Nach einer weiteren Chance gab es einen schnell ausgeführten Konter, der perfekt zur 2:0 Führung genutzt wurde. Auch wenn es die beste Saisonleistung, respektive die beste Leistung der vergangenen fünf Jahre der U21 Equipe war, reichte es knapp nicht. Da Lok Reinach im Fernduell 5:2 gegen Zürich Lioness siegte, startete man mit einem Handicap von Minus 5 Toren gegen den Tabellenletzten. Torverhältnis UHC Trimbach + 46, Lok Reinach + 51.

Unglaubliche zehn Minuten mit zehn Toren
Gegen den Tabellenletzten UHC Meiersmaad-Schwanden siegt man in der Hinrunde mit 12:0 und mit der Ausgangslage war klar, dass es vermutlich nochmals einen solch hohen Sieg benötigt. Mit einer sehr offensiven und ungewöhnlichen Aufstellung stieg man in die Partie. Es happerte ab Beginn des Spiels. Reihenweise Schüsse fanden den Weg zum Tor nicht. Entweder wurde der Ball nicht getroffen, oder der Ball flog weit über und neben das Tor, oder es wurde die Torumrandung getroffen oder man zielte in den Gegner. Meiersmaad kam kaum über die eigene Hallenhälfte, doch stand es defensiv gut und agierte sehr defensiv. Ein mickriger Zweitorevorsprung spielte die U21 bis zur Halbzeit heraus. Trotz minimer Umstellung happerte es auch weiterhin in den nächsten zehn Minuten. Was danach ab der 30. Minute folge, darf definitiv als kleines Unihockeymärchen bezeichnet werden. Plötzlich fanden die Bälle den Weg ins Tor, beide Blöcke skorten als gäbe es kein Morgen mehr und erzielten sagenhafte zehn Tore in zehn Minuten. Sarah Grütter durfte sich dabei einen lupenreinen Hattrick notieren lassen. Der Schlusspunkt setzte mit Eliane Bitterli eine kurzum umfunktionierte Verteidigerin mit einem Weitschuss. Nun folgte das bange Warten in der Garderobe auf das Resultat aus Altdorf, wo Lok Reinach gegen Floorball Uri spielte. Nicht höher als mit sieben Toren Unterschied durfte Lok Reinach gewinnen. Das Gekreische aus Freude war umso schöner oder lauter, als das Resultat vernommen wurde und realisiert wurde, dass deren 8:2 Sieg knapp nicht reichte. Ein besseres Happy End mit dem Erreichen des Saisonziels hätte es nicht geben können. Torverhältnis UHC Trimbach + 59, Lok Reinach + 57.

Playoffs und die U21 ist dabei
Nach dem kontinuierlichen Aufbau der vergangenen Jahre mit konstanter Arbeit war die Freude riesig, dass es (schluss)endlich nach all diesen Jahren mit den Playoffs geklappt hat. Zu oft musste man in den vergangenen Jahren untendurch, dass die Genugtuung und Freude sehr gross ist. Fairerweise muss erwähnt werden, dass es Lok Reinach genauso verdient hätte. Die Truppe aus dem Kanton Aargau mit dem ebenfalls langjährigen Cheftrainer Daniel Schiess, gegen diese man in dieser Saison zwei Freundschaftsspiele austrug (ein Sieg, ein Unentschieden), hätte es ebenfalls sehr verdient. Dass es für eines der beiden Teams besonders hart werden würde, war vor der letzten Runde mit dieser Ausgangslage auszurechnen. So endete die Meisterschaft der beiden ebenbürtigen Teams mit 11 Siegen, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen für beide auf Rang 2 mit dem etwas glücklicheren Torverhältnis zu Gunsten des UHC Trimbach. Der Sport kann manchmal sehr brutal sein. Doch nun gilt es nach vorne zu blicken. Die U21 freut sich auf zahlreiche Unterstützung bei ihren erstmaligen Playoffspielen. Die Best-of-Three Serie gegen den gemäss Statistik schwächsten Gruppenersten, die Floorball Riders Dürnten Bubikon Rüti, finden als Einzelspiele an voraussichtlich folgenden Tagen statt: 11.3.18 auswärts, 17.3.18 in Trimbach, evt. 18.3.18 auswärts.

Matchtelegramme
UHC Trimbach – Unihockey Basel Regio 0:2 (0:1)
Tore: 18. Basel 0:1, 36. Basel 0:2.
UHC Trimbach: Senkpiel; (Walther); Christen, Studer; Grütter, Hofer; Stalder, Wüthrich, Kyburz; Wullschleger, Knapp, Wyss; Bitterli, Rippestein.

UHC Trimbach – UHC Meiersmaad-Schwanden 13:0 (2:0)
Tore: 13. Kyburz (Christen) 1:0, 15. Christen (Kyburz) 2:0, 27. Kyburz (Christen) 3:0, 30. Stalder (Christen) 4:0, 30. Hofer (Wullschleger) 5:0, 31. Grütter (Wüthrich) 6:0, 31. Stalder 7:0, 35. Stalder (Christen) 8:0, 35. Grütter (Hofer) 9:0, 36. Grütter (Hofer) 10:0, 38. Grütter (Wullschleger) 11:0, 39. Kyburz (Stalder) 12:0, 40. Bitterli 13:0.
UHC Trimbach: Walther; (Senkpiel); Studer, Wüthrich; Grütter, Knapp; Stalder, Christen, Kyburz; Wullschleger, Bitterli, Hofer; Rippstein.

Bemerkungen: UHC Trimbach ohne Hoffmann (nicht im Aufgebot), Iseli (verletzt), Schenk, Wyss (beide Ferien) und Siegenthaler (keine MS U21).