Spielberichte 15. und 16. Meisterschaftsrunde Damen NLB

Das 3×3 des UHC

Passend zur dritten und damit letzten Runde, wurde das erste Spiel im neuen Jahr am Dreikönigstag ausgetragen. Zu Gast im BBZ Zofingen trafen die Trimbacherinnen auf Mendrisiotto. Nachdem die Halle nach der C-Junioren-Runde vom Klein- aufs Grossfeld umgebaut war, startete die Partie um 19:00Uhr vor 55 Zuschauern.

Bereits in den letzten beiden Partien gegen die Tessinerinnen hätten Punkte auf das Konto des UHCT wandern sollen, doch hatte es jeweils nur für ein 2:5 gereicht. Die Südschweizer mit ihren internationalen Aushilfen waren also bestens bekannt.

Nach einer Umstellung der Spieltaktik, frischem Kampfgeist und den hallenbedingten, erholsamen Festtagen, wollten die Letztplatzierten ihre Aufholjagd beginnen und damit den ersten ihrer Vorsätze fürs neue Jahr umsetzen.

Es sollte einmal mehr ein körperbetontes Spiel werden. Sowohl die Stärken als auch Schwächen des Gegners waren mittlerweile gut bekannt. Daher verwunderte es wenig, dass der Ball bereits nach 5 Minuten auf beiden Seiten einmal die Grundlinie überrollt hatte. Zwar folgten bis zur Pause keine weiteren Torerfolge mehr, die Partie war aber nicht minder spannend. Immer wieder kam es vor allem Tessiner Tor zu engen Situation. Durch sauberes Pressing der Trimbacher Stürmerinnen war die Tessiner Defensive gefordert. Einerseits hatten sie Schwierigkeiten den Ball laufenzulassen und andererseits sahen sich immer wieder mit gefährlichen Schüssen konfrontiert. Nichts desto trotz war auch die Solothurner Abwehr gefordert.

Trotz beidseitiger Tempoerhöhung nach der Pause, blieb es lange beim Unentschieden. Erst zur Mitte des Spiels schien das Zünglein an der Waage für die Trimbacherinnen auszuschlagen. Auch eine Strafe gegen Wollschlegel, konnte die Gastgeberinnen nicht wesentlich bremsen. Im Gegenteil, fast gelang es in Unterzahl den Vorsprung noch weiter auszubauen. Schliesslich war es Hell, welche auf Pass von Wollschlegel den Spielstand auf 3:1 erhöhte. Eine deutliche Führung, welche etwas Luft verschaffen sollte, könnte man meinen. Hatte man bis dahin so diszipliniert gearbeitet, war es dann 20 Sekunden vor Drittelsende mehrere Unkonzentriertheiten, die die ganze Arbeit zu Nichte machten. Das internationale Stürmertrio der Tessinerinnen traf gleich zwei Mal, womit es bei der Pausenhupe wiederum unentschieden stand.

Nun hatten also die 3 Könige ihre Geschenke auf beiden Seiten verteilt. Zwar stand man mit dem bisherigen Resultat besser da als in den bisherigen Partien, doch keines der Teams war mit dem Spielstand zufrieden. Es waren schliesslich wieder die Trimbacherinnen mit Hämmerli und Gurnter, die den Sieg für sich beanspruchten. Somit hatte jeder der 3 Blöcke einmal getroffen.

Die Verwarnungen der Schiedsrichter häuften sich mittlerweile auf beiden Seiten. Die Strafbank wurde bis zum Schluss hingegen nur vom Heimteam besucht. Die Gäste verzeichneten erst bei einem Penalty nur einen Pfostenschuss, lochten im Anschluss aber noch zwei Mal ein.

Die neuen Einstellungen von Headcoach Graber zeigten vorerst Wirkung, jedoch nicht in dem Ausmass, wie man sich dies erhofft hatte. So war der Schlussstand von 4:5 umso schmerzlicher.

Die Wahl der Könige oder eben Bestplayer fiel auf Christen, die als noch junge Nachwuchsspielerin ihr erstes Nationalliga-Tor verbuchen durfte und seitens der Gegner auf Dernerova.

BBZ Zofingen: UHC Trimbach 5:2 Sportiva Unihockey Mendrisiotto  4:5 (1:1, 2:2, 1:2)

Tore: 2:11 F. Svensson (S. Teggi); 5:21 S. Christen; 30:40 T. Di Nicola; 35:34 J. Hell (F. Wollschlegel); 39:34 S. Teggi (A. Dernerova); 39:51 F. Svensson (A. Dernerova); 44:53 Y. Hämmerli (D. Gurtner); 47:20 M. Decarli (L. Regazzi); 48:53 S. Teggi (A. Zulji)
Strafen: 4 x 2 Minuten gegen UHC Trimbach.
UHC Trimbach: Andres, Blättler, Carere, Di Nicola, Gmür, Gurtner, Hämmerli, Hell, Lang, Rütimann, Sigrist, Wagner, Wollschlegel, Zedi, Stalder, Christen

Trimbach ohne Wernli abwesend, Cordi, Rösli, Bortis alle verletzt

 

Das erste Mal im neuen Jahr und zum zweiten Mal diese Saison bestiegen die Trimbacher Frauen am Sonntagnachmittag den Car. Dieses Mal sollte der Weg jedoch nicht ganz so weit sein, Altdorf hiessen die Gegnerinnen.

Im Gepäck waren nebst Taktiktafel und Unihockeyausrüstung auch ganz viel Hoffnung auf einen Sieg. Im ersten Spiel gegen die Innerschweizerinnen waren die Trimbacherinnen noch Frischlinge und wussten kaum etwas mit einem statischen Gegner anzufangen. Im zweiten Spiel hatte man die Urner Stier- oder eben Stürmerinnen unterschätzt und mit 12:5 eine viel zu hohe Niederlage eingefahren. Dies sollte den Frauen aus dem Mittelland nicht noch einmal passieren.

Mit Spielen und Lehrbüchern versuchten sich die Spielerinnen die Fahrt bis zum entscheidenden Spiel zu vertreiben. Im kommenden Spiel ging es nicht nur um drei Punkte, sondern um die letzte Chance in der Tabelle den Anschluss zu schaffen. Die Floorballerinnen aus Uri hatten in den vergangenen Spielen ihrerseits die Raketen für die Aufholjagd gezündet und hatten überraschend als Tabellenvorletzten die bis dahin drittplatzierten Baslerinnen geschlagen. Damit lagen sie 11 Punkte vor den Trimbacherinnen. Eine gross Lücke, die aber in der Direktbegegnung deutlich verkleinert werden könnte.

So begann der erbitterte Kampf um Tore und Punkte. Mit jedem Einsatz sah man sich dem Ziel, den ersten Sieg der Saison zu erzielen, etwas näher. Trotzdem wirkte das Spiel teilweise etwas verhalten. Lag es an der disziplinierten Konzentration, bei der man keine weiten Räume öffnen wollte? An den Muskeln, die vom Vorabend noch schmerzten? Oder vielleicht doch am Mut und am Vertrauen in die eignen Fähigkeiten?

Die Urnerinnen schienen jedenfalls die gleichen Wiederstände zu quälen. Gegen Ende des ersten Drittels schienen sie, je länger je verzweifelter, zu werden, weil sie ihr Spiel nicht wie gewollt aufziehen konnten, bzw. sie für einmal nicht mit ihrer Schnelligkeit überzeugen konnten. Trimbach schaffte es aber trotz zweiminütiger überzahl nicht, die urchige Abwehr zu durchstossen. Wie bereits am Vorabend war es dann kurz vor der (Verschnauf-) Pause, als ein Treffer, die bis dahin unerschütterliche Mauer der Trimbacherinnen durchbrach.

Vielleicht war es gerade die Enttäuschung, welche nach der Pause für die nötige Energie zum Gegenstoss sorgte. Wollschlegel und Hell starteten das Torfeuerwerk. Wagner erzielte nach einem schönen Lauf um die gegnerische Abwehr das 2:1 und Di Nicola konnte im Powerplay auf ein 3:1 erhöhen. Ein Resultat, das man vom Vorabend nur zu gut kannte. Doch auch dieses Mal sollte den Nachtfarbenen Kriegerinnen aus Trimbach das Glück nicht hold sein. Innert 2 Minuten stachen die gelben Bienen gleich zwei Mal zu, womit die beiden Teams mit einem Remis in die Garderobe zur zweiten Pause gingen.

Die aus den vorhergien Spielen und den ersten zwei Dritteln bekannte Spielerin Arnold zwang die an diesem Wochenende über sich hinauswachsende Abwehr von Andres und Sigrist in die Knie. Sie traf zum 3:4 und 3:5. Einer Spielerin der man neidlos ihr Können eingestehen muss!

Die Trimbacherinnen mobilisierten noch einmal alle Kräfte, was das ohne hin schon harte und schnelle Spiel in eine ernstzunehmende Schlacht verwandelte. Die Gegnerinnen wurden sogar zu taktischen Fouls gezwungen. So waren die Urnerinnen über längere Zeit nur zu viert, bzw. zwischenzeitlich sogar nur zu dritt auf dem Feld. Trotz Überzahl und vielen guten Abschlüssen, gelang es den Schlusslichtern nicht, die Niederlage abzuwenden. Das Kompliment des Gegners: «Sie hätten mehr verdient», war nach diesem Wochenende nur ein schwacher Trost.

So hiess es dann fünf Spiele vor Schluss der Qualifikation, mit einem 14 Punkte-Rückstand auf den Nächstplatzierten den langen Heimweg anzutreten. Nach erneutem Wundenlecken, konzentrierten sich die Spielerinnen des UHC-Trimbach bereits wieder auf die Vorbereitung für den nächsten Kampf am 14.1.2018 in der Heimarena. Bei einem Spiel, bei dem es weniger um Rangierung und Punkte, als vielmehr um die Ehre und Erfahrungen sammeln für die Playoffs gehen wird.

Tore: 19:46 B.Rickli (M.Saari); 24:00 F.Wollschlegel (J.Hell); 24:50 D. Wagner; 28:59 T. Di Nicola (F. Wollschlegel) 33:06 R. Arnold; 35:55; L. Müller (L. Kullaa); 43:34 R. Arnold (B. Rickli); 53:02 R. Arnold (L. Müller)

Strafen: Uri 5×2 Min; Trimbach 2×2 Min

UHC Trimbach: Andres, Blättler, Carere, Christen; Di Nicola, Gmür, Gurtner, Hämmerli, Hell, Lang, Rütimann, Sigrist, Stalder, Wagner, Wernli, Wollschlegel, Zedi, Trimbach ohne ohne Cordi, Rösli, Bortis alle verletzt