Spielbericht 6. Meisterschaftsspiel Damen 1. Liga

Zweiter Heimsieg in Folge bestätigt Aufwärtstrend

Die vergangene Woche verlief nicht wirklich nach Wunsch. Das von Verletzten geplagte Damenteam hatte Mühe überhaupt genug Spielerinnen, für den Kracher gegen Piranha Academy hinzubekommen. Dank weiterer Unterstützung der U21 und dem Damen 2, konnte man in fast letzter Sekunde immerhin noch ein Kader von 12 Feldspielerinnen und einem Goalie stellen. In den vergangenen Trainings wurde weiter intensiv an der neuen Auslösung und dem neuen Spielsystem gefeilt. So wurde vor dem Spiel, ein mutiger und selbstbewusster Auftritt der Trimbacherinnen gefordert. Gesagt getan! Vom Spielanpfiff an nahm das Heimteam das Heft in die Hand und war spielbestimmend. Mutig und frech suchte man den Weg nach vorne und machte von Anfang an klar, wer hier die Platzhirsche sind. Gleich in den ersten Einsätzen kam man zu gefährlichen Chancen, bei denen man leider noch nicht reüssieren konnte. Man spielte ein schönes und zügiges Passspiel, ohne dabei den Zug zum Tor zu vergessen. In der 11. Minute war es dann Vize Captain Andrea Rütimann, die den Ball nach einer schönen Kombination mit Jenny Lang gekonnt im Netzhimmel versenkte. Da hatten die Damen aber noch nicht genug, die Spielfreude blieb weiterhin ungebremst. So kam es, dass sich in der 14. Minute Eliane den Ball im Gewühl schnappte, nach vorne preschte und allein den Abschluss suchte. Der Ball war zwar nicht hart getroffen, fand aber den Weg durch die gegnerischen Beine präzise in die rechte untere Ecke. Sie beschenkte sich somit gleich selbst, hatte Eliane doch am Vortag gerade noch Geburtstag. Nach dem 2:0 Führungstreffer kamen langsam die Churerinnen besser ins Spiel. Noch vor der ersten Pause hatten auch sie Chancen, die aber unsere Torhüterin Sarah allesamt zunichtemachte.

Die Pause wurde genutzt, um das defensive System genauer zu besprechen, denn wir alle wussten, Piranha wird stärker zurückkommen. Trotzdem darf man sicherlich sagen, dass dies, das beste Drittel der Trimbacherinnen der bisherigen Saison war. Bereit und voll motiviert ging man in den 2. Durchgang. Wie zu erwarten, waren die Bündnerinnen nun besser im Spiel. Dies ermöglichte uns dafür gefährliche Konter zu fahren. So geschehen auch in der 24. Minute, als wiederum Andrea Rütimann, einen dieser gefährlichen Konter im gegnerischen Tor versenkte. Die 3:0 Führung war erstmal etwas beruhigend. Nur zwang es den Gegner noch mehr fürs Spiel zu tun. Der Druck wurde stetig grösser, trotzdem konnte hinten weiterhin die Null gehalten werden. Dies vor allem auch dank der starken Leistung unserer Torhüterin Sarah Walther. So war das 2. Drittel auch schon wieder vorbei und die Punkte somit langsam in greifbarer Nähe. Auch im dritten Spielabschnitt wollte man sich nicht nur aufs Verteidigen konzentrieren. Man versuchte weiter mit Kontern den nächsten Treffer zu erzielen, um die Hoffnungen der Piranhas platzen zu lassen.

Der Start zum Schlussabschnitt verlief dann gar nicht nach Plan. Mit dem ersten Angriff musste man den ersten Gegentreffer hinnehmen. Dies gerade in diesem verflixten 3. Drittel, das uns die letzten Wochen schon grosse Probleme bereitete. Dies trug natürlich nicht gerade zur allgemeinen Beruhigung unseres Spiels bei. Man konnte sich immerhin einigermassen rasch wieder fangen und liess nicht noch gleich weitere Treffer zu, wie es im letzten Spiel der Fall war. Natürlich sah sich aber der Gegner bestätigt und versuchte nun auch mit einem Pressing das Heimteam aus der Reserve zu locken. In der Tat hatten wir nun Mühe mit der Spielauslösung, und konnten nur noch wenig für Entlastung sorgen. Es brannte nun teilweise lichterloh im eigenen Slot. Mal waren es aber die eigenen Beine oder unsere Schlussfrau, die den Ausgleichstreffer verhinderten. Mit einer Strafe in der 55. Minute machten wir uns das Leben selbst noch weiter schwer. Das Boxplay funktionierte aber sehr gut und so kam man auch durch diese Situation unbeschadet. Das Timeout knapp 3 Minuten vor Schluss leitete dann die endgültige Schlussphase ein. Das defensive Verhalten wurde ein letztes Mal besprochen. Tatsächlich hat es dann gereicht. Der knappe Vorsprung konnte über die Zeit gebracht werden. Die Erleichterung und anschliessenden Glücksgefühle waren riesengross. Mit einer starken Leistung gelingt den Damen ein sehr wichtiger Sieg.