Spielbericht 1. Meisterschaftsrunde Damen NLB

UHC Trimbach vs. Sportiva Unihockey Mendrisiotto (SUM)

Forza Ragazze

Nach einer gefühlten Ewigkeit der physischen und mentalen Vorbereitung, die in Trainingsweekend und Testspielen gipfelte, hiess es vergangenen Samstag endlich wieder Punkte fürs Meisterschaftskonto zu sammeln. Während 60 offiziellen Minuten sollten mehr Tore als durch den Gegner erzielt werden und das neuerdings in der zweithöchsten Liga. 

Als Highlight des Kickoffs des UHC Trimbach angekündigt, wurden die Erwartungen des Vereins und des Publikums im Vornherein klar definiert. Mit diesem Druck, aber auch der dazu gehörigen Vorfreude starteten die Trimbacherinnen ihr Debut. Mit SUM stand ihnen ein Team gegenüber, das wie sie selbst, für ihren Kampfgeist und ein eher körperbetontes Spiel bekanntes ist.

Mit drei kompletten Blöcken verstärkt durch 3 U21-Juniorinnen starteten die Solothurnerinnen in die Partie. Das gegenseitige Abtasten wurde kurzgehalten und stattdessen auf beiden Seiten gleich scharfes Geschütz aufgefahren. Die frischen Aufsteigerinnen konnten wie im vergangen Jahr den Drive des Aufstiegs mitnehmen. So lochte Stalder nach einer heiss umkämpften Situation um das gegnerische Tor, auf Pass von Wagner in der 6 Minute ein. Die Freude über die Führung war gross, währte jedoch nur kurz. Die Tessinerinnen liessen nicht lange auf eine Reaktion warten und glichen nach 2 Minuten wieder aus. Ausgeglichen blieben auch die Spielanteile und so war es wenig verwunderlich, wenn auch umso erfreulicher, dass wiederum 2 Minuten später erneut das Heimteam in Führung ging. Rütimann machte damit schon früh ihre Ambitionen, auch dieses Jahr Topscorerin zu werden klar. So langsam schien ein Sieg tatsächlich möglich zu sein.

Ob es nun der Übermut oder die Übermacht des Gegners war, lässt sich im Nachhinein kaum mehr sagen. Die Tessiner Gäste schlugen auf alle Fälle zurück und nutzen jeden Fehler in der Abwehr gnadenlos aus. Die Bälle flogen teilweise samt Spielerin ins Tor, so dass selbst Sigrist «the Wall» einige Risse und Löcher bekam und eine 2:1 Führung letztlich in ein 2:4 zur Pause verwandelt wurde.

Cheftrainer Graber zeigte Vertrauen in seine Frauen und schickte sie mit motivierenden Worten, jedoch ohne Umstellungen ins nächste Drittel. In den Blöcken wurden einige Feinabstimmungen besprochen und weiter ging es. Dies schien seine Wirkung nicht zu verfehlen. Nur noch einmal musste die Trimbacher Torhüterin hinter sich greifen. Die Trimbacherinnen überstanden auch das Unterzahlspiel einmal mehr unbeschadet und kamen gar wiederholt zu gefährlichen Abschlüssen. Fast wie bei einem Football-Spiel war jeder Meter hart umkämpft, leider ohne Erfolg für das Heimteam. So stand es in der zweiten Pause 2:5.

Nun sollten die Kräfte noch einmal gebündelt werden. Mit zwei Blöcken wurde in das letzte und alles entscheidende Drittel eingespielt. Die Chancen waren wiederum auf beiden Seiten verteilt. 10 Min vor Schluss packte das Trainerteam noch einmal die Geheimwaffe 6:5 aus. Was in der Vergangenheit bereits einmal einen drei Tore Rückstand aufgelöst und letztlich zum Sieg verholfen hatte, funktionierte dieses Mal nicht. Keines der Teams brachte das Netz vor dem Schlusspfiff noch einmal zum Zittern. Sie wurden die Squadra Ticinesi mit einem 5:2 Sieg auf den langen Heimweg entlassen.

Was bleibt ist das Wissen um die Möglichkeiten, die erspielt jedoch noch nicht ganz genutzt worden sind und ein paar blaue Flecken, zu denen sich am Folgetag gegen Frauenfeld, noch ein paar dazu gesellen sollten.  

UHC Trimbach –Sporthalle Gerbrunnen Trimbach, 52 Zuschauer.

Tore: 6. Stalder (Wagner) 8. Zulsi (Pini) 10. Rütimann (Stalder) 11. Svensson (Teggi) 12. Monti 19. Stricker 25. Teggi (Stricker)

Strafen: 3 Mal 2 Minuten gegen UHC Trimbach. 1 Mal 2 Minuten gegen Sportiva Unihockey Mendrisiotto.

UHC Trimbach: Sigrist, Andres; Blättler, Di Nicola, Gmür (C), Gurtner, Hell, Hämmerli, Lang, Rösli, Rütimann, Wagner, Wollschlegel, Zedi, Christen, Schenk, Stalder. Ohne: Bortis, Cordi (verletzt) Sigl, Wernli (abwesend)